Wie das Rudel entstanden ist Im Jahr 2006 kam mein erster Hund, ein vom Züchter wunderbar vorbereiteter Goldenretriever „Easy“ in mein Leben. Sein Wesen war wie sein Name… Er zeigte mir als sehr gutmütiger, einfacher normaler Leithund, wie man „freche“ Pensionshunde im Jetzt massregelte, wieder in die Ruhe führen konnte und ihnen auch die Sicherheit geben konnte, die die Situation erforderte. Als Goliath zum Rudel stiess (weiter unten), hatte er Easy seine Aufgaben im Rudel abgenommen und so konnte er seinen verdienten Ruhestand in ständiger Begleitung „seiner Muus“ geniessen. Sie waren wie ein Liebespaar, vom 1. Tag an. Easy durfte wohl eines der schönsten (artgerechtesten) Hundeleben führen und ich musste ihn im August 2019, mit gut 13 Jahren von seinem plötzlichen Krebsleiden erlösen. 2009 kam dann Muus in unser Leben, die mit nur 1.5 Jahren schon an 2 Plätzen war, wo sie sich nicht ver - standen fühlte. So entstand Mitte 2009 mein erstes (kleines) Rudel. Damals wusste ich noch nicht, dass es zentrale Leithunde gibt… Im Nachhinein gesehen war sie wohl auch eine der gutmütigsten „Zentralen“, die ich eh und je habe kennenlernen dürfen. Sie zeigte mir rasch, dass sie ihren Job noch viel ernster nimmt als Easy das tat. Heute weiss ich warum… Zu Hause beanspruchen immer zentrale Leit-HÜNDINNEN den höchsten Rang in einem Rudel und sie sind es, die das ganze Rudel kon - trollieren und für Ruhe und Ordnung im Rudel sorgen - zumal sie wissen, dass jegliche Aufregung oder Stress, im Rudel einen Kampf auslösen kann. So erstickte sie solch schlechte Ener - gien bereits im Keim, oft bevor ich überhaupt bemerken konnte, was passiert war (wegen Ablenkung, Un - wissen, etc.). Insbesondere, wenn man auf das „Wie“ schaut, ist die Natur bemer - kenswert. Sie korrigieren immer „nur“ mit der nötigen Stärke, so dass sie ernst genommen werden müssen. Sie setzen jedoch nie mehr Druck oder „Gewalt“ ein als gerade nötig wäre, um ihre Regeln einzu - fordern. Sie erkennen vor allem dominant-unsichere Energien immer sofort und geben Sicherheit durch Führung und unterbinden, dass sich ein unsicherer Hund im Rudel rangord - nungsmässig aufspielen kann. Siehe Video Chef-Muus mit dem frechen „Schäferli“. Ich durfte in den ersten 10 Jahren beim „Leben im Rudel“ unter zentralen Leithunden lernen, wie Hunde untereinander in ihrer Natur kommunizieren, wenn sie nicht derart vermenschlicht würden, wie es leider oft passiert. Insbesondere diejenigen, die es besonders gut meinen und (aus menschlicher Sicht) alles für ihren Hund tun würden, machten oft die meisten Fehler. Ja, sie - sowie alle Kunden-Leithunde - zeigten mir Verhaltensmuster, die immer gleich waren und die ihnen wichtig waren. So merkte ich, welche Punkte mir als Rudeloberhaupt auch wich - tig sein müssen. Durch die Beobachtungen im Rudel durfte ich Verhaltensmuster erkennen, die in keiner (vom Menschen) geschriebenen Fachliteratur zu entnehmen waren ( passives Kontrollverhalten, Fuck-You-Pfote, dass Hunde sich nie loben , aber immer korrigieren würden etc.) Ja, noch heute wird behauptet, dass es gar nicht möglich sein sollte , mehrere Leithunde (insbesondere zentrale Leithunde) zusammen in einem Rudel halten zu können - siehe Theorien über Rudelstrukturen aus Deutschland - mehr dazu unter „ Hundetypen “. Zum Glück wusste ich dies im Jahr 2014 noch nicht und hatte Doppelbesetzungen von Leithun - den zugelassen. Dies kam so, weil ich damals sehr wesensstarken Leithunden mit dem damaligen Angebot (24h Seminar) nicht wirklich helfen konnte und die Hunde von ihren Besit - zern hätten eingeschläfert werden müssen, hätte ich sie nicht übernommen. So durfte ich rasch feststellen, dass das Gegenteil der Fall i st von dem was aus den Rudel - strukturen zu entnehmen ist. Dies kann ich heute live im Rudel aufzeigen. Jeder von ihnen kann im Rudel die für ihn/sie passende Position einnehmen und sie sind auch fähig, diese „bei Bedarf“ plötzlich zu wechseln. Ruhe und Ordnung wird über Rangord - nung und souveräne Dominanz sichergestellt und funktioniert, solange der Mensch nicht eingreift (oft beschützt man denjenigen, der die Unruhe reingebracht habt und bestärkt diesen dadurch in einer falschen Rangordnung, welche das Rudel dann anschliessend wieder richtig stellen müsste…). Leider greifen Menschen, die ihren Hunden nicht vertrauen können oder Angst vor Verletzun - gen haben, oft in Rudelkämpfe ein. Fehlt einem Erfahrung für solche Situationen, so bringt der Mensch zusätzlich noch Aufregung in eine Auseinandersetzung und macht die Situation nur noch schlimmer. Meistens wird man dabei selbst noch verletzt, was auch zu einer Bissmeldung führen kann… Souveräne, ausgeglichene Hunde würden einen sich falsch verhaltenden Hund in Ru - delauseinandersetzungen nie verletzen - solange dieser ein bisschen Unterwürfigkeit zeigen kann. Auf diesem Video kann man erkennen, wie ein Kundenhund (der eigentlich zu seiner eigenen Resozialisierung ins Rudel gekommen war), be - reits nach 1.5 Tagen Verantwortung im Rudel übernommen hatte... Oft wurden meine Leithunde bei der Aus - führung ihrer wohlwollenden, geduldigen aber bestimmten Resozialisierungs-Arbeit selbst verletzt und dann konnte es auch mal passieren, dass eine Gegen-Korrektur zu einer Verletzung führen konnte, insbesondere dann, wenn der andere Hund nicht nachgeben konnte oder sich gar der Situation entziehen wollte (Flucht wird von Leithunden NIE zugelassen!). Lei - der   wurden   diese   Hunde   zu   Hause   vom   eigenen   Umfeld   so   dominant   gemacht,   dass   sie   ihre natürliche, angeborene Unterwürfigkeit verloren hatten. Chef-Muus “die Innenministerin” Muus (ehemaliger Name Lasca) ist mir im Jahr 2009 zugefallen. Sie kam mit ihren da - mals 15 Monaten eine Woche lang als Ferien - aufenthalterin in unser Rudel. Sie war verstört, hatte permanenten Durchfall, be - kam Medikamente und Spezialfutter. Es war bereits der 2. Platz bei ihrer neuen Besitze - rin, welche sie damals seit 2 Wochen über - nommen hatte. Nach 3 Tagen hatte sich Lasca im Rudel völlig verändert. Sie war nicht mehr so ängstlich und hatte auch keinen Durchfall mehr. Sie hatte mir klar gezeigt, dass ich sie nicht mehr weggeben darf. Mit der Besitzerin ha - ben wir eine (für alle Parteien) gute Lösung gefunden. Lasca hatte ständig rebelliert und die Besitzerin war mit der aktuellen Situation auch unzufrieden, bzw. teilweise überfordert. Es passte einfach nicht... Rasch bekam sie ihren neuen Spitznamen “Muus”, weil sie so grau ist, so eine spitze Nase und einen “dicken Mäusearsch” hat. Als Muus ihre Unsicherheiten mehr und mehr verlo - ren hatte, entwickelte sie sich ständig weiter und fing an immer mehr Verantwortung im Rudel zu übernehmen. Heute ist sie der Garant für Ruhe und Ordnung auf dem Gelände ums Haus und im Haus - und das mit der Sozialkompetenz einer Ru - delführerin - einer “Chefmuus” eben... Noch heute ist sie meine Lehrmeisterin puncto Kommunikation in “Hündisch” . Ein einziger Blick von ihr genügt, um heikle Situationen im Rudel zu entschärfen bevor sie eskalieren könnten. Aus 2 Leithunden wurde plötzlich ein grosses Rudel! Es hat mittlerweile für jeden Hund den “passenden” Hund für die Resozialisierung . Es ergab sich eine wunder - bare Teamarbeit unter den Leithunden. Mehr dazu findet man im Bereich Verhaltenstherapie . Bei den mir „zugefallenen“ eigenen Leithunden handelte es sich immer um Kundenhunde, die in ihrem Umfeld, indem sie lebten, kein artgerechtes Leben hätte bieten können. Kona - 2. Generation Leithunde Kona - eine Malinois-Hündin - ist mit gut 2 Jahren zu unserem Rudel der Leithunde gestossen. Sie hat fast die gleiche Geschichte wie meine Chef-Muus. Kona lebte in einem Umfeld, das leider ihrer energie - reichen Rasse als Typ “Rudelführer” nicht gerecht werden konnte, so sehr sie von ihrem Vorbesitzer auch geliebt wurde. In der Gross-Stadt, in der sie lebte, zeigte sie grosse Unsicherheiten und reagierte stark auf Aufregungen (Hunde, Menschen und Kinder). Kona ver - stand es sehr gut, ihr Umfeld zu manipulieren und zu kontrollieren, was auch die Gründe für ihre Unsicher - heiten draussen, in fremdem Territorium waren (Überforderung). Der Vorbesitzer hat alles versucht, um Kona zu helfen. Nach einigen Monaten mussten wir jedoch feststellen, dass Kona am alten Ort niemals ein ruhiges und aus - geglichenes Leben führen werden kann und dass sie vor allem nie ihren Bedürfnissen entsprechend be - schäftigt werden kann. Kona ist als Rudelführer geboren und sie würde in der Natur nicht nur ein Ru - del, sondern ein ganzes Batallion anführen. Schaut selbst: Kona nach 2 Monaten Rudelaufenthalt - meine Chefmuus hat bereits viel weniger zu tun... Goliath - 2. Generation Leithunde Goliath - ein damals 1.5-jähriger, unkastrierter Alaskan Malamute - hatte anfangs Mai 2014 einen neuen Platz in unserem Stamm-Rudel gefunden. Er ist eine grossartige Bereicherung für uns alle und er lernt uns in seiner Funktion als sou - veräner Zentralhund , wie die Natur und ihre Instinkte funktionieren. Auch er hat sich als einer meiner besten Lehrmeister erwiesen. Er ist später in die Fussstapfen von Easy getre - ten, weil dieser damals schon fast 9 Jahre alt war. Nach nur 3 Monaten im Rudel hatte er die Beschützer-Rolle des ganzen Rudels übernommen. Ab diesem Moment durfte Easy seinen wohlverdienten Ruhestand geniessen, bis er dann mit 13.5 Jahren über die Regenbogenbrücke ging. Easy durfte eines der wohl artgerechtes - ten und schönsten Hundeleben führen! Heute sorgt er für Sicherheit und Ordnung im Rudel und kümmert sich vorwiegend um zu resozialisierende Rüden. Er liest die Absichten von Hunden immer korrekt und reagiert nicht nur im richtigen Timing, sondern auch immer nur mit der kleinst-notwendigen „Härte“. Zudem bringt er durch seine Präsenz Sicherheit und eine unglaubliche Ruhe ins ganze Rudel. Unser Rudel besteht mittlerweile aus 9 zentralen Leithunden und ich darf mit grosser Freude feststellen, dass nun Hunden mit extremen Verhaltensauffälligkeiten (z.B. Angst) noch schneller, resp. innert kürzester Zeit geholfen werden kann. Dies alleine durch diese souve - räne Präsenz der Leithunde. Manchmal derart schnell, wie ich es mir selbst nie hätte erträumen dürfen... Auf dem Bild unten sieht man, wie Goliath gerade einem kleinen Dackel aus Karlsruhe hilft, sein Trauma vor Hunden zu überwinden - und dies nach nur 24 Stunden... Barny wurde ur - sprünglich aus einer Tötungs-Station gerettet und reagierte bei Begegnungen mit anderen Hunden jeweils völlig apathisch (seit einem Beiss-Vorfall mit 2 anderen Hunden). Dieses souveräne Rudel ermöglicht sogenannten “Problemhunden” eine Resozialisie - rung (in der Regel) in nur 2-5 Wochen* . Ob diese dann zu 70% oder 100% ruhiger sein werden, spielt dann auch eher eine untergeordnete Rolle... Die Resozialisierung im Rudel war schon damals im Jahr 2014 absolut einzigartig in seiner Form - europaweit! Nach mittlerweile hunderten von Resozialisierungen, mussten wir feststellen, dass wir noch so gut resozialisierte Hunde abgeben konnten - einige Hunde eroberten ihr Territorium zu Hause innerhalb von nur wenigen Stunden oder Tagen wieder zurück. Die Gründe dafür waren oft dieselben: Fehlende Zeit, Geduld, Ausdauer und Konsequenz! Dominante Hunde brauchen viel mehr die Hilfe ihrer Halter als die Hilfe unseres Rudels. Wie wichtig das Rudel für verunsicherte, verängstigte oder traumatisierte Hunde ist und wie rasch es helfen kann, haben wir in den letzten 10 Jahren schon so oft miterleben dürfen. Es sind die souveränen Artgenossen, die artgerechten Strukturen und die Tatsache verstanden zu werden, die solchen Hunden helfen wieder in eine Selbstsicherheit zurückfinden zu dürfen. Dies, weil sie sich im Rudel für nichts verantwortlich fühlen müssen. Das Rudel ist in unserem Konzept ein wichtiger Bestandteil, um Artgenossen mit Fehlverhalten im „Jetzt“ und mit 100%iger Verlässlichkeit beurteilen zu können (Hunde ir - ren sich nie…). Dank der Hilfe des Rudels können „Problemhunde“ in nur kurzer Zeit resozialisiert werden. Mehr dazu lesen Sie bitte in der Rubrik “Tierpsychologie - Hilfe vom Rudel Im 2015 wurde Malin und Jacky in unser Rudel aufgenommen und im 2017 kam noch Lykos dazugekommen. Lykos gehört zu den speziellsten Strassenhunden, welchen ich bis - her begegnen durfte und ich bin voller Dankbarkeit für diese ganz spezielle Erfahrung! 2020 ist Kyra in unser Rudel ge - stossen. Einer der ganz wenigen Hunde, der die Hunde sah und sagte: „Hier bleibe ich“!. Sie ist ein ganz spezieller, sehr seltenes Wesen!
Easy mit 2 Jahren
Mit Easy hatte alles begonnen (2006-2019)
Letzte Änderung: 19.09.2021 Copyright: dog-psychology-center.ch
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Hunde sind die besten Tierpsychologen - Unsere Leithunde
Ein ganz spezielles Rudel… Es handelt sich bei allen Hunden um ehemalige „Problemhunde“, welche ich von Kunden über - nommen hatte, die dem Hund (z.B. in einer Stadt) kein artgerechtes Dasein haben bieten können. Es sind alles Hunde, die entweder ins Tierheim gekommen wären, oder eingeschläfert worden wären, nur weil sie sich nicht wie „normale“ Hunde benehmen konnten und sich auch nicht wirklich erziehen liessen. Es sind alles äusserst hochsensible Wesen, die uns Menschen aufzeigen, wie weit man sich be - reits von der Natur entfernt hat und wie wenig Wissen über urinstinktliches Verhalten (und Bedürfnissen) von Hunden vorhanden ist. In meinem Rudel kann man gut sehen, wie wichtig Territorium, Rangordnung, (wohlwollende) Dominanz und Energien in einem Hunderudel sind und wie sie immer dafür sorgen, dass keine Aufregung oder Anspannungen aufkommen können.
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Wie das Rudel entstanden ist Im Jahr 2006 kam mein erster Hund, ein vom Züchter wunderbar vor - bereiteter Goldenretrie - ver „Easy“ in mein Le - ben. Sein Wesen war wie sein Name… Er zeigte mir als sehr gutmütiger, ein - facher normaler Leit - hund, wie man „freche“ Pensionshunde im Jetzt massregelte, wieder in die Ruhe führen konnte und ihnen auch die Sicherheit geben konnte, die die Situa - tion erforderte. Als Goliath zum Rudel stiess (weiter unten), hatte er Easy seine Aufgaben im Rudel abge - nommen und so konnte er seinen verdienten Ruhestand in ständiger Begleitung „seiner Muus“ geniessen. Sie waren wie ein Liebes - paar, vom 1. Tag an. Easy durfte wohl eines der schönsten (artgerechtesten) Hundeleben führen und ich musste ihn im August 2019, mit gut 13 Jahren von seinem plötzlichen Krebsleiden erlösen. 2009 kam dann Muus in unser Leben, die mit nur 1.5 Jahren schon an 2 Plätzen war, wo sie sich nicht verstanden fühlte. So entstand Mitte 2009 mein erstes (kleines) Rudel. Damals wusste ich noch nicht, dass es zentrale Leithunde gibt… Im Nachhinein gesehen war sie wohl auch eine der gutmütigsten „Zentralen“, die ich eh und je habe kennenlernen dürfen. Sie zeigte mir rasch, dass sie ihren Job noch viel ernster nimmt als Easy das tat. Heute weiss ich warum… Zu Hause beanspruchen immer zentrale Leit-HÜNDINNEN den höchsten Rang in einem Rudel und sie sind es, die das ganze Rudel kontrollieren und für Ruhe und Ord - nung im Rudel sorgen - zumal sie wissen, dass jegliche Aufregung oder Stress, im Ru - del einen Kampf auslösen kann. So erstickte sie solch schlechte Energien bereits im Keim, oft bevor ich überhaupt bemerken konnte, was passiert war (wegen Ablenkung, Unwis - sen, etc.). Insbesondere, wenn man auf das   „Wie“ schaut, ist die Natur bemerkenswert. Sie korrigieren immer „nur“ mit der nötigen Stärke, so dass sie ernst genommen werden müssen. Sie setzen jedoch nie mehr Druck oder „Gewalt“ ein als gerade nötig wäre, um ihre Regeln einzufordern. Sie erkennen vor allem dominant-unsichere Energien immer sofort und geben Sicherheit durch Führung und unterbinden, dass sich ein unsicherer Hund im Rudel rangordnungsmässig aufspie - len kann. Siehe Video Chef-Muus mit dem frechen „Schäferli“. Ich durfte in den ersten 10 Jahren beim „Le - ben im Rudel“ unter zentralen Leithunden lernen, wie Hunde untereinander in ihrer Na - tur kommunizieren, wenn sie nicht derart vermenschlicht würden, wie es leider oft pas - siert. Insbesondere diejenigen, die es beson - ders gut meinen und (aus menschlicher Sicht) alles für ihren Hund tun würden, machten oft die meisten Fehler. Ja, sie - sowie alle Kunden-Leithunde - zeig - ten mir Verhaltensmuster, die immer gleich waren und die ihnen wichtig waren. So merkte ich, welche Punkte mir als Rudelober - haupt auch wichtig sein müssen. Durch die Beobachtungen im Rudel durfte ich Verhaltensmuster erkennen, die in keiner (vom Menschen) geschriebenen Fachliteratur zu entnehmen waren ( passives Kontroll - verhalten, Fuck-You-Pfote, dass Hunde sich nie loben , aber immer korrigieren wür - den etc.) Ja, noch heute wird behauptet, dass es gar nicht möglich sein sollte , mehrere Leit - hunde (insbesondere zentrale Leithunde) zusammen in einem Rudel halten zu können - siehe Theorien über Rudelstruktu - ren aus Deutschland - mehr dazu unter Hundetypen “. Zum Glück wusste ich dies im Jahr 2014 noch nicht und hatte Doppelbesetzungen von Leithunden zugelassen. Dies kam so, weil ich damals sehr wesensstarken Leithunden mit dem damaligen Angebot (24h Seminar) nicht wirklich helfen konnte und die Hunde von ih - ren Besitzern hätten eingeschläfert werden müssen, hätte ich sie nicht übernommen. So durfte ich rasch feststellen, dass das Ge - genteil der Fall i st von dem was aus den Rudelstrukturen zu entnehmen ist. Dies kann ich heute live im Rudel aufzeigen. Jeder von ihnen kann im Rudel die für ihn/sie passende Position einnehmen und sie sind auch fähig, diese „bei Bedarf“ plötzlich zu wechseln. Ruhe und Ordnung wird über Rangordnung und souveräne Dominanz sichergestellt und funktioniert, solange der Mensch nicht eingreift (oft beschützt man denjenigen, der die Unruhe reingebracht habt und bestärkt diesen dadurch in einer falschen Rangordnung, welche das Rudel dann anschliessend wieder richtig stellen müsste…). Leider greifen Menschen, die ihren Hunden nicht vertrauen können oder Angst vor Ver - letzungen haben, oft in Rudelkämpfe ein. Fehlt einem Erfahrung für solche Situationen, so bringt der Mensch zusätzlich noch Aufre - gung in eine Auseinandersetzung und macht die Situation nur noch schlimmer. Meistens wird man dabei selbst noch verletzt, was auch zu einer Bissmeldung führen kann… Souveräne, ausgeglichene Hunde wür - den einen sich falsch verhaltenden Hund in Rudelauseinandersetzungen nie ver - letzen - solange dieser ein bisschen Unter - würfigkeit zeigen kann. Auf diesem Video kann man erkennen, wie ein Kundenhund (der eigentlich zu seiner ei - genen Resozialisierung ins Rudel gekommen war), bereits nach 1.5 Tagen Verantwortung im Rudel übernommen hatte... Oft wurden meine Leithunde bei der Ausführung ihrer wohlwollenden, gedul - digen aber bestimmten Resozialisie - rungs-Arbeit selbst verletzt und dann konnte es auch mal passieren, dass eine Ge - gen-Korrektur zu einer Verletzung führen konnte, insbesondere dann, wenn der andere Hund nicht nachgeben konnte oder sich gar der Situation entziehen wollte (Flucht wird von Leithunden NIE zugelassen!). Leider wurden   diese   Hunde   zu   Hause   vom   eigenen Umfeld   so   dominant   gemacht,   dass   sie   ihre natürliche,   angeborene   Unterwürfigkeit   ver - loren hatten. Chef-Muus “die Innenministerin” Muus (ehemaliger Name Lasca) ist mir im Jahr 2009 zugefallen. Sie kam mit ihren damals 15 Monaten eine Woche lang als Ferienaufenthalte - rin in unser Rudel. Sie war verstört, hatte perma - nenten Durchfall, bekam Medikamente und Spezialfutter. Es war bereits der 2. Platz bei ihrer neuen Besitzerin, welche sie damals seit 2 Wo - chen übernommen hatte. Nach 3 Tagen hatte sich Lasca im Rudel völlig verändert. Sie war nicht mehr so ängstlich und hatte auch keinen Durchfall mehr. Sie hatte mir klar gezeigt, dass ich sie nicht mehr weggeben darf. Mit der Besitzerin haben wir eine (für alle Parteien) gute Lösung gefunden. Lasca hatte ständig rebelliert und die Besitzerin war mit der aktuellen Situation auch unzufrieden, bzw. teilweise überfordert. Es passte einfach nicht... Rasch bekam sie ihren neuen Spitznamen “Muus”, weil sie so grau ist, so eine spitze Nase und einen “dicken Mäusearsch” hat. Als Muus ihre Unsicherheiten mehr und mehr verloren hatte, entwickelte sie sich ständig weiter und fing an immer mehr Verantwortung im Rudel zu übernehmen. Heute ist sie der Garant für Ruhe und Ordnung auf dem Gelände ums Haus und im Haus - und das mit der Sozialkompetenz einer Rudelführerin - einer “Chefmuus” eben... Noch heute ist sie meine Lehrmeisterin puncto Kommunikation in “Hündisch” . Ein einziger Blick von ihr genügt, um heikle Situationen im Rudel zu entschärfen bevor sie eskalieren könnten. Aus 2 Leithunden wurde plötzlich ein grosses Rudel! Es hat mittlerweile für jeden Hund den “passenden” Hund für die Resozialisierung . Es ergab sich eine wunderbare Teamarbeit unter den Leithunden. Mehr dazu findet man im Be - reich Verhaltenstherapie . Bei den mir „zugefallenen“ eigenen Leithunden handelte es sich immer um Kundenhunde, die in ihrem Umfeld, indem sie lebten, kein artgerech - tes Leben hätte bieten können. Kona - 2. Generation Leithunde Kona - eine Malinois-Hündin - ist mit gut 2 Jahren zu unserem Rudel der Leithunde ge - stossen. Sie hat fast die gleiche Geschichte wie meine Chef-Muus. Kona lebte in einem Umfeld, das leider ihrer energiereichen Rasse als Typ “Rudelführer” nicht gerecht werden konnte, so sehr sie von ihrem Vorbesitzer auch geliebt wurde. In der Gross-Stadt, in der sie lebte, zeigte sie grosse Unsicherheiten und reagierte stark auf Aufregungen (Hunde, Menschen und Kinder). Kona verstand es sehr gut, ihr Umfeld zu manipulieren und zu kontrollie - ren, was auch die Gründe für ihre Unsicher - heiten draussen, in fremdem Territorium waren (Überforderung). Der Vorbesitzer hat alles versucht, um Kona zu helfen. Nach einigen Monaten mussten wir jedoch feststellen, dass Kona am alten Ort niemals ein ruhiges und ausgeglichenes Leben führen werden kann und dass sie vor allem nie ihren Bedürfnissen entsprechend beschäftigt werden kann. Kona ist als Ru - delführer geboren und sie würde in der Natur nicht nur ein Rudel, sondern ein gan - zes Batallion anführen. Schaut selbst: Kona nach 2 Monaten Rudelaufenthalt - meine Chefmuus hat bereits viel weniger zu tun... Goliath - 2. Generation Leithunde Goliath - ein damals 1.5-jähriger, unka - strierter Alaskan Malamute - hatte anfangs Mai 2014 einen neuen Platz in unserem Stamm-Rudel gefunden. Er ist eine grossartige Bereicherung für uns alle und er lernt uns in seiner Funktion als souveräner Zentralhund , wie die Natur und ihre Instinkte funktionieren. Auch er hat sich als einer meiner besten Lehrmeis - ter erwiesen. Er ist später in die Fussstap - fen von Easy getreten, weil dieser damals schon fast 9 Jahre alt war. Nach nur 3 Mo - naten im Rudel hatte er die Beschützer- Rolle des ganzen Rudels übernommen. Ab diesem Moment durfte Easy seinen wohlverdienten Ruhestand geniessen, bis er dann mit 13.5 Jahren über die Regenbogen - brücke ging. Easy durfte eines der wohl artgerechtesten und schönsten Hundeleben führen! Heute sorgt er für Sicherheit und Ordnung im Rudel und kümmert sich vorwiegend um zu resozialisierende Rüden. Er liest die Absichten von Hunden immer korrekt und reagiert nicht nur im richtigen Timing, sondern auch immer nur mit der kleinst-notwendigen „Härte“. Zudem bringt er durch seine Präsenz Sicherheit und eine unglaubliche Ruhe ins ganze Rudel. Unser Rudel besteht mittlerweile aus 9 zen - tralen Leithunden und ich darf mit grosser Freude feststellen, dass nun Hunden mit extremen Verhaltensauffälligkeiten (z.B. Angst) noch schneller, resp. innert kürzes - ter Zeit geholfen werden kann. Dies alleine durch diese souveräne Präsenz der Leit - hunde. Manchmal derart schnell, wie ich es mir selbst nie hätte erträumen dürfen... Auf dem Bild unten sieht man, wie Goliath gerade einem kleinen Dackel aus Karlsruhe hilft, sein Trauma vor Hunden zu überwin - den - und dies nach nur 24 Stunden... Barny wurde ursprünglich aus einer - tungs-Station gerettet und reagierte bei Begegnungen mit anderen Hunden jeweils völlig apathisch (seit einem Beiss-Vorfall mit 2 anderen Hunden). Dieses souveräne Rudel ermöglicht so - genannten “Problemhunden” eine Reso - zialisierung (in der Regel) in nur 2-5 Wochen* . Ob diese dann zu 70% oder 100% ruhiger sein werden, spielt dann auch eher eine untergeordnete Rolle... Die Resozialisierung im Rudel war schon da - mals im Jahr 2014 absolut einzigartig in seiner Form - europaweit! Nach mittlerweile hunderten von Resoziali - sierungen, mussten wir feststellen, dass wir noch so gut resozialisierte Hunde abgeben konnten - einige Hunde eroberten ihr Territorium zu Hause innerhalb von nur wenigen Stunden oder Tagen wieder zu - rück. Die Gründe dafür waren oft dieselben: Feh - lende    Zeit,    Geduld,    Ausdauer    und    Konse - quenz! Dominante Hunde brauchen viel mehr die Hilfe ihrer Halter als die Hilfe unseres Rudels. Wie wichtig das Rudel für verunsicherte, ver - ängstigte oder traumatisierte Hunde ist und wie rasch es helfen kann, haben wir in den letzten 10 Jahren schon so oft miterleben dürfen. Es sind die souveränen Artgenossen, die artgerechten Strukturen und die Tatsache verstanden zu werden, die solchen Hunden helfen wieder in eine Selbstsicherheit zu - rückfinden zu dürfen. Dies, weil sie sich im Rudel für nichts verantwortlich fühlen müs - sen. Das Rudel ist in unserem Konzept ein wichtiger Bestandteil, um Artgenossen mit Fehlverhalten im „Jetzt“ und mit 100%iger Verlässlichkeit beurteilen zu kön - nen (Hunde irren sich nie…). Dank der Hilfe des Rudels können „Problemhunde“ in nur kurzer Zeit resozialisiert werden. Mehr dazu lesen Sie bitte in der Rubrik “Tierpsychologie - Hilfe vom Rudel Im 2015 wurde Malin und Jacky in unser Rudel aufgenommen und im 2017 kam noch Lykos dazugekommen. Lykos gehört zu den speziellsten Strassen - hunden, welchen ich bisher begegnen durfte und ich bin voller Dankbarkeit für diese ganz spezielle Erfahrung! 2020 ist Kyra in unser Rudel gestossen. Ei - ner der ganz wenigen Hunde, der die Hunde sah und sagte: „Hier bleibe ich“!. Sie ist ein ganz spezieller, sehr seltenes Wesen!
Easy mit 2 Jahren Easy mit 2 Jahren Easy mit 2 Jahren Easy mit 2 Jahren Easy mit 2 Jahren
Zentrale Leithündin Kona (Rudelzuwachs 2015), „normaler“ Leithund Easy und zentrale Leithündin “Chef-Muus”
Easy mit 2 Jahren
Rudelzuwachs im 2009 Easy, “Muus” (mitte), “Göttihund” Nico (rechts) Man sieht sofort, dass sie das Zeug zur Chef-Muus hat!
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Easy mit 2 Jahren
Philosophie Philosophie Trainings-Konzept Trainings-Konzept Resozialisierung Resozialisierung
Hunde sind die besten Tierpsychologen - Unsere Leithunde
Ein ganz spezielles Rudel… Es handelt sich bei allen Hunden um ehemalige „Problemhunde“, welche ich von Kunden über - nommen hatte, die dem Hund (z.B. in einer Stadt) kein artgerechtes Dasein haben bieten können. Es sind alles Hunde, die entweder ins Tierheim gekommen wären, oder eingeschläfert worden wären, nur weil sie sich nicht wie „normale“ Hunde benehmen konnten und sich auch nicht wirklich erziehen liessen. Es sind alles äusserst hochsensible Wesen, die uns Menschen aufzeigen, wie weit man sich be - reits von der Natur entfernt hat und wie wenig Wissen über urinstinktliches Verhalten (und Be - dürfnissen) von Hunden vorhanden ist. In meinem Rudel kann man gut sehen, wie wichtig Territorium, Rangordnung, (wohlwol - lende) Dominanz und Energien in einem Hun - derudel sind und wie sie immer dafür sorgen, dass keine Aufregung oder Anspannungen auf - kommen können.