Die verschiedenen Hunde-Typen

Wir Menschen neigen dazu Hunde oft nach Ihrer Rasse zu be - urteilen. So sei es normal, dass z.B. Beagles bellen und es erscheint der Eindruck, dass man nichts dagegen tun kann, wenn man von rassetypischen Verhaltensmustern ausgeht. Einen Hund bereits wegen seiner Rasse vorzuver - urteilen, ist eine gängige Praxis, sie ist jedoch nie zielfüh - rend. Viel wichtiger ist der Hundetyp, wenn es um den “Charakter” eines Hundes geht. Klar hat ein Schäferhund eine andere Energie als ein Pudel. Auch sind die Konsequenzen bei Bissverletzungen grösser bzw. kleiner. Aber ein kleiner Anführer-Typ kann genauso re - bellieren wie ein grosser... :-) Wir betrachten jeden Hund zuerst als “Tier mit Naturinstinkten”, danach erst kommt seine Rasse. Nur so ist eine unvoreingenommene Beurteilung eines Individuums möglich. Wir unterscheiden grundsätzlich 2 Kategorien , die Gefolgshunde und die (hochsensi - blen) Leithunde . “Die einen lassen uns die Wahl, tierpsychologisch arbeiten zu müssen, die ande- ren nicht...”

Blick und Körperhaltung machen den Unterschied!

Leithunde zeigen über ihre Körpersprache ganz klar, wer dass im Rudel den höchsten Rang hat. Dies ist u.a. auch bei der Begrüssung in einem Rudel wichtig, zumal die Ranghöchsten Rudelmitglieder immer das Vorrecht ha - ben, zuerst begrüsst zu werden (Akt des Respekts, wenn man in ein fremdes Rudel /Territorium kommt). Leithunde zeigen z.B. ihren Status im Rudel durch diese eine ausgestreckte Pfote, welche meist etwas weiter vorne ist als die andere. Oft zeigt sie auch noch etwas gegen aussen... Allein schon diese Pfote ist für andere Hunde ein klares Zeichen, wer in diesem Rudel den do - minanten Teil für sich beansprucht. Leithunde müssen auch nicht unbedingt gross sein, wie man hier sehr gut sehen kann... :-)

Gefolgshunde

Den grössten Fehler (den sogar Fachleute machen…), ist zu glauben, dass ein unsi - cherer Hund auf keinen Fall ein Leithund sein kann. Sollten Sie noch in diesem Glauben sein, dann sollten den Abschnitt „Leithunde“ nicht verpassen… Unsicherheiten sind bei Gefolgshunden sehr selten - sie zeigen sich in der Regel erst im fortgeschrittenen Hunde-Alter (ab ca. 5-7 Jahren). Gefolgshunde zeigen dieselben Dominanz-Gesten, wie Leithunde - Mit dem Unter - schied, dass es bei ihnen keine Konsequenzen hat, weil Gefolgshunde keine verantwortungsvollen Positionen einnehmen, wie Leithunde das tun müssten. Gefolgshunde würden in der Natur (ohne Menschen) ihrem Leithund vertrauen und ihre Aufgabe im Rudel wahrnehmen. Es handelt sich darum um „weniger wichtige“ Aufgaben, wie spähen, wachen etc. Sie würden nie einen Kontrahenten stellen, der z.B. das Territorium verletzt - sie würden aber die Leithunde informieren, damit diese sich um die Sicherheit des Rudels kümmern würden. Der Grossteil aller Hunde sind Gefolgshunde. Sie verzeihen ihren Haltern fast sämtli - che Fehler menschlicher Kommunikation . Solchen Hunden kann man sogar in der schlechtesten klassischen Hundeschule Sitz, Platz, etc. beibringen, Hauptsache man hat Guddelis dabei. Sie können z.B. auch gut damit umgehen, wenn sie vermenschlicht wer - den. Den Preis, den sie dafür bezahlen, ist mehr oder weniger Unsicherheit, in ungewohnten Situationen (z.B. aufgestapelte Heu-ballen stehen plötzlich im Feld). Gefolgshunde mit Guddelis zu konditionieren, kann jeder noch so unerfahrene Hundetrai- ner. Sein Vertrauen zu gewinnen und ihm (in jeder Situation) Sicherheit bieten zu können, wäre jedoch die wirkliche Herausforderung!

Leithunde / hochsensible Hunde

Sie wären in der Natur die Anführer des Rudels. bzw. tragen sie die Verantwortung für das ganze Rudel. Leithunde sind der Garant für Ordnung und Sicherheit für das ganze Rudel und sind eine Notwendigkeit, dass ein Rudel überhaupt überlebensfähig sein kann. Leithunde nehmen (im Gegensatz zu den Gefolgs- hunden) Kommunikation sehr viel ernster. Es gibt in einem gut strukturierten (Jagd)-Hunde-Rudel 3 verschiedene Leithunde . Ein vorderer und hinte - rer Leithund und in der Mitte des Rudels befindet sich der zentrale Leithund. Er ist der einzige Hund im gan - zen Rudel, der jede Stellung von anderen Hunden einnehmen kann, bzw. ihn ersetzen kann. Er trifft alle rele - vanten Entscheidungen im Rudel. Umgekehrt haben die anderen Hunde im Rudel, diese Fähigkeit nicht. Jeder nimmt den Platz ein, wofür er bestimmt ist. “Ich hatte ja schon viele Hunde, aber noch nie so einen!...” Bei dieser Aussage kann man davon ausgehen, dass es sich (mit grösster Wahrscheinlich - keit ) um einen zentralen Leithund handelt. Bei zentralen Leithunden ist alles anders... seine Augen , seine Energie , sein Verhalten , etc... Einen Zentralhund-Hund er - kennt man oft auch an seinem sehr   “bestimmenden   Blick”   (die Augen sind wach und fordernd ) und an seinem Auftreten . Sie gehören zu den höchstsensibelsten Hunden und fühlen sich instinktiv für ALLES zuständig, solange niemand sonst diese Position im Rudel einnimmt. Leithunde arbeiten nach ganz eigenen Naturgesetzen Gibt es im aktuellen Menschen-Hunde-Rudel niemanden der führt, so muss der Leithund diese Funktion einnehmen. Erlauben wir ihm z.B. uns zu Hause zu kontrollieren und zu besitzen (anlehnen, Pfote oder ganzer Hund auf Fuss, Nachlaufen, fixieren etc.), so muss dieser seinen Besitz draussen dann auch beschützen und verteidigen, was zu unerwünsch - tem Verhalten führt wie z.B. das Ziehen an der Leine oder Leinenaggresionen. Solches Fehlverhalten kann man auch bei Gefolgshunden beobachten, nur sind die Konsequenzen / Probleme viel viel kleiner, da sie sich naturinstinktlich nicht verantwortlich für das Rudel fühlen. Sie passen sich an die weitverbreite Vermenschlichung von Hunden an und zahlen den Preis mit mehr oder weniger Unsicherheit draussen. Leithunde tragen Verantwortung und ziehen “ihr Ding” nahtlos-konsequent durch - egal wie klein sie selbst sein mögen und wie gross der “Konkurrent” auch sein mag. Das ist auch mit ein Grund, warum gerade auch kleine Hunde auf x-fach grössere Hunde losgehen und dann oft bös verbissen werden... Rudelführer-Typen treffen Entscheidungen und geben in der Regel nie auf, bis sie erreicht haben, was sie wollen. Sie haben eine sehr bestimmte Energie und finden oft immer je - mandem im Rudel, der ihre Position wieder bestärkt (Lebenspartner, Kind). Deswegen haben oft Familien mit Rudelführer-Hunden grosse Probleme mit der Hundeerziehung. Sie besitzen in der Regel alles: Das Territorium, die Menschen (Tür, Sofa, Küchenablage, etc.), den Garten (Bellen am Zaun), das Auto und auch den Raum auf den täglich gewohnten Spaziergängen. Dies nennt man auch territoriales Verhalten. Weil sie Entscheidungen tref - fen, ist die Liste der unerwünschten Verhalten bei solchen Hunden oft sehr lang und gegen oben offen... Dies geht soweit, dass man allen Situationen ausweicht und der Hund nur noch zu Hause seine Ruhe findet, solange niemand zu Besuch kommt. Einen starken Leithund zu bekommen, wäre ein Geschenk des Himmels, hätte man auch die dazugehörige „Bedienungsanleitung“ erhalten… Solche Hunde werden in den klassischen Hundeschulen wegen ihres Verhaltens meist als hyperaktiv oder als „sehr ängstlich“ abgestempelt. Erstere werden oft von der Gruppe ausgegrenzt , weil viele klassisch arbeitende Hundetrainer bei Leithunden in der Regel überfordert sind. Wissen sie nicht mehr weiter, dann werden sie gerne als “Problem - hund” abgestempelt oder die Schuld bei den Haltern gesucht. Leithunde lassen uns nicht die Wahl, einen artgerechten Umgang mit Hunden zu erlernen. Sie zwingen uns, ihre Sprache zu lernen, um selbst die Position eines Leithun - des in der Familie einnehmen zu können. Akzeptiert   man   dies   nicht,   werden   sie   früher oder   später   weggegeben   werden   müssen,   sie werden von Amtes wegen eingeschläfert oder sie führen ein vereinsamtes Leben in ihren sicheren 4 Wänden, ohne Sozialkontakte zu Artgenossen.

Strassenhunde sind sehr oft höchstsensibel

Alle Strassenhunde, welche wir bisher haben sehen dürfen (mehr als 100!), die von ir - gendeiner Tötungsstation aus dem Ostblock gerettet wurden, waren allesamt höchstsensi - bel und äusserst wesensstarke Leithunde. Den Grund dafür haben wir ziemlich rasch herausfinden dürfen, denn unter diesen schlim - men Umständen, haben nur die stärksten Hunde überhaupt eine Chance zu überleben und vermittelt zu werden. Sie werden leider oft in (für sie unpassende) städtische (energierei - che) Wohnverhältnisse oder in Familien mit Kindern vermittelt bzw. in Einzelhaltung abgegeben, was bei solchen Hunden meist zu grossen Problemen (für Hund und Halter) führt. Auch hier wäre es sehr wichtig, die Funktionsweise von Strassenhunden zu kennen, damit man nicht zum Mitglied des Rudels seines Hundes wird. ==> mehr Infos über Strassenhunde

Rudelstellungs-Theorien

An dieser Stelle möchten wir davor “warnen”, die im Moment sehr aktuellen “Rudelstel - lungs-Theorien” 1:1 auf unsere Hundewelt übertragen zu wollen. Einige Aussagen konnten wir bestätigen, einige hingegen überhaupt nicht. Im 2014 habe ich von meiner Kundschaft Rückmeldungen vom Rudelstellungen-Seminar bekommen, die mir die “Nackenhaare ha - ben hochstehen lassen”... Auch hatte mir mein Rudel bereits zuvor schon gezeigt, dass viele Aussagen dieser Theo - rien wohl ausschliesslich auf dieses beschriebene, “gut strukturierte Jagd-Hunde-Rudel” 1:1 übertragen werden können. Z.B. wiederlegte mir mein Rudel die Behauptung, dass es keine Doppelbesetzung von Eckhunden (Leithunden) geben dürfte... Die vielen Diskussionen Pro oder Kontra Rudelstellungen machen offensichtlich, dass sehr viel Spielraum übrig bleibt für menschliche (Fehl-)Interpretationen... Auf jeden Fall sollte man zuerst lernen, wie man ein Rudel führt, bevor man sich um die Zusammensetzung kümmert. Souveräne Hunde zeigen uns immer und sofort, ob es passt oder nicht. Unsichere oder traumatisierte Hunde brauchen hingegen ein paar Tage, bis sie ihre Defizite los sind. Erst dann kann man sehen, was dann wirklich unter diesem “Ge - wand” hervorkommt. So erfahre ich es allenfalls immer wieder in meinem Zentrum. Auch zeigen unsere Erfahrungen, dass wenn der Mensch lernt, wie man für seinen Hund die Position “dieses souveränen Zentralhundes” einnehmen kann, dass es dann keine Rolle spielt, ob sein Gegenüber nun ein VLH, ein HLH oder ein Bindegliedhund ist. Deswegen unterscheiden wir heute “nur” noch zwischen Gefolgshunden (Bindegliedhunden MBH N2/N3), (normalen) Leithunden (VLH /NLH) und vor allem: dem zentralen Leithund.
Letzte Änderung: 07.07.2021 Copyright: dog-psychology-center.ch
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Die verschiedenen Hunde-Typen

Wir Menschen neigen dazu Hunde oft nach Ihrer Rasse zu beurteilen. So sei es normal, dass z.B. Beagles bellen und es erscheint der Eindruck, dass man nichts dagegen tun kann, wenn man von rassetypischen Verhaltens - mustern ausgeht. Einen Hund bereits wegen seiner Rasse vorzuverurteilen, ist eine gän - gige Praxis, sie ist jedoch nie zielführend. Viel wichtiger ist der Hundetyp, wenn es um den “Charakter” eines Hundes geht. Klar hat ein Schäferhund eine andere Energie als ein Pudel. Auch sind die Konsequenzen bei Bissverletzungen grösser bzw. kleiner. Aber ein kleiner Anführer-Typ kann genauso rebel - lieren wie ein grosser... :-) Wir betrachten jeden Hund zuerst als “Tier mit Naturinstinkten”, danach erst kommt seine Rasse. Nur so ist eine unvoreingenom - mene Beurteilung eines Individuums möglich. Wir unterscheiden grundsätzlich 2 Katego - rien , die Gefolgshunde und die (hochsensi - blen) Leithunde . “Die einen lassen uns die Wahl, tierpsy- chologisch arbeiten zu müssen, die ande- ren nicht...”

Blick und Körperhaltung machen

den Unterschied!

Leithunde zeigen über ihre Körpersprache ganz klar, wer dass im Rudel den höchsten Rang hat. Dies ist u.a. auch bei der Begrüs - sung in einem Rudel wichtig, zumal die Rang - höchsten Rudelmitglieder immer das Vorrecht haben, zuerst begrüsst zu werden (Akt des Respekts, wenn man in ein fremdes Rudel /Territorium kommt). Leithunde zeigen z.B. ihren Status im Rudel durch diese eine ausgestreckte Pfote, wel - che meist etwas weiter vorne ist als die andere. Oft zeigt sie auch noch etwas gegen aussen... Allein schon diese Pfote ist für an - dere Hunde ein klares Zeichen, wer in diesem Rudel den dominanten Teil für sich bean - sprucht. Leithunde müssen auch nicht unbedingt gross sein, wie man hier sehr gut sehen kann... :-)

Gefolgshunde

Den grössten Fehler (den sogar Fachleute machen…), ist zu glauben, dass ein unsi - cherer Hund auf keinen Fall ein Leithund sein kann. Sollten Sie noch in diesem Glau - ben sein, dann sollten den Abschnitt „Leit - hunde“ nicht verpassen… Unsicherheiten sind bei Gefolgshun- den sehr selten - sie zeigen sich in der Regel erst im fort- geschrittenen Hunde-Alter (ab ca. 5-7 Jahren). Gefolgshunde zeigen dieselben Domi - nanz-Gesten, wie Leithunde - Mit dem Unterschied, dass es bei ihnen keine Konse - quenzen hat, weil Gefolgshunde keine verantwortungsvollen Positionen einneh - men, wie Leithunde das tun müssten. Gefolgshunde würden in der Natur (ohne Menschen) ihrem Leithund vertrauen und ihre Aufgabe im Rudel wahrnehmen. Es han - delt sich darum um „weniger wichtige“ Aufga - ben, wie spähen, wachen etc. Sie würden nie einen Kontrahenten stellen, der z.B. das Territorium verletzt - sie würden aber die Leithunde informieren, damit diese sich um die Sicherheit des Rudels kümmern würden. Der Grossteil aller Hunde sind Gefolgshunde. Sie verzeihen ihren Haltern fast sämtli - che Fehler menschlicher Kommunikation . Solchen Hunden kann man sogar in der schlechtesten klassischen Hundeschule Sitz, Platz, etc. beibringen, Hauptsache man hat Guddelis dabei. Sie können z.B. auch gut da - mit umgehen, wenn sie vermenschlicht wer - den. Den Preis, den sie dafür bezahlen, ist mehr oder weniger Unsicherheit, in unge - wohnten Situationen (z.B. aufgestapelte Heu- ballen stehen plötzlich im Feld). Gefolgshunde mit Guddelis zu konditionieren, kann jeder noch so unerfahrene Hundetrai- ner. Sein Vertrauen zu gewinnen und ihm (in jeder Situation) Sicherheit bieten zu können, wäre jedoch die wirkliche Herausforderung!

Leithunde /

hochsensible

Hunde

Sie wären in der Na - tur die Anführer des Rudels. bzw. tragen sie die Verantwortung für das ganze Rudel. Leithunde sind der Ga - rant für Ordnung und Sicherheit für das ganze Rudel und sind eine Notwendigkeit, dass ein Rudel überhaupt überlebensfähig sein kann. Leithunde nehmen (im Gegensatz zu den Gefolgshunden) Kommunikation sehr viel ernster. Es gibt in einem gut strukturierten (Jagd)- Hunde-Rudel 3 verschiedene Leithunde . Ein vorderer und hinterer Leithund und in der Mitte des Rudels befindet sich der zen - trale Leithund. Er ist der einzige Hund im ganzen Rudel, der jede Stellung von anderen Hunden einnehmen kann, bzw. ihn ersetzen kann. Er trifft alle relevanten Entscheidungen im Rudel. Umgekehrt haben die anderen Hunde im Rudel, diese Fähigkeit nicht. Jeder nimmt den Platz ein, wofür er bestimmt ist. “Ich hatte ja schon viele Hunde, aber noch nie so einen!...” Bei dieser Aussage kann man davon ausge - hen, dass es sich (mit grösster Wahrschein - lichkeit ) um einen zentralen Leithund handelt. Bei zentralen Leithunden ist alles anders... seine Augen , seine Energie , sein Verhalten , etc... Einen Zentralhund-Hund er - kennt man oft auch an seinem sehr   “bestim - menden   Blick”   (die Augen sind wach und fordernd ) und an seinem Auftreten . Sie ge - hören zu den höchstsensibelsten Hunden und fühlen sich instinktiv für ALLES zustän - dig, solange niemand sonst diese Position im Rudel einnimmt. Leithunde arbeiten nach ganz eigenen Naturgesetzen Gibt es im aktuellen Menschen-Hunde-Rudel niemanden der führt, so muss der Leithund diese Funktion einnehmen. Erlauben wir ihm z.B. uns zu Hause zu kontrollieren und zu besitzen (anlehnen, Pfote oder ganzer Hund auf Fuss, Nachlaufen, fixieren etc.), so muss dieser seinen Besitz draussen dann auch be - schützen und verteidigen, was zu uner - wünschtem Verhalten führt wie z.B. das Ziehen an der Leine oder Leinenaggresionen. Solches Fehlverhalten kann man auch bei Ge - folgshunden beobachten, nur sind die Konse - quenzen / Probleme viel viel kleiner, da sie sich naturinstinktlich nicht verantwortlich für das Rudel fühlen. Sie passen sich an die weit - verbreite Vermenschlichung von Hunden an und zahlen den Preis mit mehr oder weniger Unsicherheit draussen. Leithunde tragen Verantwortung und ziehen “ihr Ding” nahtlos-konsequent durch - egal wie klein sie selbst sein mögen und wie gross der “Konkurrent” auch sein mag. Das ist auch mit ein Grund, warum gerade auch kleine Hunde auf x-fach grössere Hunde losgehen und dann oft bös verbissen werden... Rudelführer-Typen treffen Entscheidungen und geben in der Regel nie auf, bis sie er - reicht haben, was sie wollen. Sie haben eine sehr bestimmte Energie und finden oft immer jemandem im Rudel, der ihre Position wieder bestärkt (Lebenspartner, Kind). Deswegen haben oft Familien mit Rudelführer-Hunden grosse Probleme mit der Hundeerziehung. Sie besitzen in der Regel alles: Das Territorium, die Menschen (Tür, Sofa, Küchenablage, etc.), den Garten (Bellen am Zaun), das Auto und auch den Raum auf den täglich gewohnten Spaziergängen. Dies nennt man auch territo - riales Verhalten. Weil sie Entscheidungen treffen, ist die Liste der unerwünschten Ver - halten bei solchen Hunden oft sehr lang und gegen oben offen... Dies geht soweit, dass man allen Situationen ausweicht und der Hund nur noch zu Hause seine Ruhe findet, solange niemand zu Besuch kommt. Einen starken Leithund zu bekommen, wäre ein Geschenk des Himmels, hätte man auch die dazugehörige „Bedie- nungsanleitung“ erhalten… Solche Hunde werden in den klassischen Hun - deschulen wegen ihres Verhaltens meist als hyperaktiv oder als „sehr ängstlich“ ab - gestempelt. Erstere werden oft von der Gruppe ausgegrenzt , weil viele klassisch arbeitende Hundetrainer bei Leithunden in der Regel überfordert sind. Wissen sie nicht mehr weiter, dann werden sie gerne als “Problem - hund” abgestempelt oder die Schuld bei den Haltern gesucht. Leithunde lassen uns nicht die Wahl, einen artgerechten Umgang mit Hunden zu erlernen. Sie zwingen uns, ihre Sprache zu lernen, um selbst die Position eines Leit - hundes in der Familie einnehmen zu können. Akzeptiert   man   dies   nicht,   werden   sie   früher oder   später   weggegeben   werden   müssen,   sie werden von Amtes wegen eingeschläfert oder sie führen ein vereinsamtes Leben in ihren si - cheren 4 Wänden, ohne Sozialkontakte zu Artgenossen.

Strassenhunde sind sehr oft

höchstsensibel

Alle Strassenhunde, welche wir bisher haben sehen dürfen (mehr als 100!), die von irgend - einer Tötungsstation aus dem Ostblock geret - tet wurden, waren allesamt höchstsensibel und äusserst wesensstarke Leithunde. Den Grund dafür haben wir ziemlich rasch herausfinden dürfen, denn unter diesen schlimmen Umständen, haben nur die stärks - ten Hunde überhaupt eine Chance zu überle - ben und vermittelt zu werden. Sie werden leider oft in (für sie unpassende) städtische (energiereiche) Wohnverhältnisse oder in Fa - milien mit Kindern vermittelt bzw. in Einzel - haltung abgegeben, was bei solchen Hunden meist zu grossen Problemen (für Hund und Halter) führt. Auch hier wäre es sehr wichtig, die Funktions - weise von Strassenhunden zu kennen, damit man nicht zum Mitglied des Rudels seines Hundes wird. ==> mehr Infos über Strassenhunde

Rudelstellungs-Theorien

An dieser Stelle möchten wir davor “warnen”, die im Moment sehr aktuellen “Rudelstel - lungs-Theorien” 1:1 auf unsere Hundewelt übertragen zu wollen. Einige Aussagen konn - ten wir bestätigen, einige hingegen überhaupt nicht. Im 2014 habe ich von meiner Kund - schaft Rückmeldungen vom Rudelstellungen- Seminar bekommen, die mir die “Nacken - haare haben hochstehen lassen”... Auch hatte mir mein Rudel bereits zuvor schon gezeigt, dass viele Aussagen dieser Theorien wohl ausschliesslich auf dieses be - schriebene, “gut strukturierte Jagd-Hunde- Rudel” 1:1 übertragen werden können. Z.B. wiederlegte mir mein Rudel die Behauptung, dass es keine Doppelbesetzung von Eckhun - den (Leithunden) geben dürfte... Die vielen Diskussionen Pro oder Kontra Ru - delstellungen machen offensichtlich, dass sehr viel Spielraum übrig bleibt für menschli - che (Fehl-)Interpretationen... Auf jeden Fall sollte man zuerst lernen, wie man ein Rudel führt, bevor man sich um die Zusammensetzung kümmert. Souveräne Hunde zeigen uns immer und sofort, ob es passt oder nicht. Unsichere oder traumati - sierte Hunde brauchen hingegen ein paar Tage, bis sie ihre Defizite los sind. Erst dann kann man sehen, was dann wirklich unter diesem “Gewand” hervorkommt. So erfahre ich es allenfalls immer wieder in meinem Zen - trum. Auch zeigen unsere Erfahrungen, dass wenn der Mensch lernt, wie man für seinen Hund die Position “dieses souveränen Zentralhun - des” einnehmen kann, dass es dann keine Rolle spielt, ob sein Gegenüber nun ein VLH, ein HLH oder ein Bindegliedhund ist. Deswegen unterscheiden wir heute “nur” noch zwischen Gefolgshunden (Bindeglied - hunden MBH N2/N3), (normalen) Leithunden (VLH /NLH) und vor allem: dem zentralen Leithund.
Letzte Änderung: 07.07.2021 Copyright dog-psychology-center.ch
zentraler Leithund klein
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