Die 3 Hunde-Typen

Menschen neigen dazu, Hunde vorwiegend nach Ihrer Rasse zu beurtei - len. So sei es normal, dass z.B. Beagles bellen und es erscheint der Eindruck, dass man nichts dagegen tun kann, wenn man von rasse - typischen Verhaltensmustern ausgeht. Hundeverhalten über die Rasse abzuleiten, ist eine gängige Praxis. Diese Theorien kann man zwar auf ca. 85% aller Gefolgshunde anwenden, jedoch lassen sie sich nicht auf die anderen 15%, der wesensstarken Hunde übertragen, die es bei allen Rassen gibt. Sie haben auch die gleiche Psyche – unabhängig von Rasse oder Grösse Einer der grössten Irrtümer, der vielen Hundehaltern (sowie auch Hundetrainern) sehr oft passiert, ist, dass man denkt, so ein unsicherer Hund kann kein Leithund sein… Warum das aber sehr oft der Fall ist, kann man in diesem Beitrag erfahren. Bei Leithunden wäre der Hundetyp klar zu erkennen, wenn man aus einer anderen Per - spektive auf den Hund schauen würde , als man bisher gewohnt war. Leithunde zeigen über ihre Körpersprache ganz klar, wenn sie sich für das Mensch- Hunderudel verantwortlich fühlen. Ich unterscheide grundsätzlich 2 Kategorien: Gefolgshunde und wesensstarke Leit - hunde . “Die Einen lassen einem die Wahl tierpsychologisch arbeiten zu dürfen, die Anderen eher nicht...”

Der Hundetyp – Blick und

Körperhaltung machen den

Unterschied!

Dieser Dackel zeigt, dass Leithunde auch nicht unbedingt gross müssen…

1.

Der Gefolgshund

(V2, V3, N2, N3*)

Der Grossteil aller Zuchthunde (ca. 85%) sind Gefolgs - hunde. Sie gehören zu den problemlosen Hunden , die sich gut für alleinstehende (ältere) Personen oder auch für Fami - lien mit Kindern eignen. Sie lassen sich im menschlichen Sinn problemlos erziehen, unabhängig davon, wie gut die Hundeschule ist oder was für Lerntheorien angewendet werden. * die Bezeichnungen in Klammern beziehen sich auf die Theorien über Rudelstellungen gemäss Karl Werner, welche ich nicht teile… Warum ein vermenschlichter Umgang bei Gefolgshunden nicht die gleichen Konsequenzen hat wie bei Leithunden, kommt daher, dass die im Erbgut abgespeicherten Naturin - stinkte nicht vorgesehen haben, dass sie sich für das Überleben einer Gruppe verantwortlich fühlen können. Sie beschränken sich auf andere Aufgaben, wie z.B. das Alarmieren des Rudels bei Gefahr (wachen). Im Hunderudel oder in Hundepensionen würden sie sich bei Rangeleien oder bei Kämpfen komplett raushalten. Obwohl sie sicherlich auch merken, dass der Mensch ihre Psyche nicht oder nur annä - hernd versteht, hat die Vermenschlichung bei Gefolgshunden keinen grossen Einfluss auf ihre Lebensqualität. Einige werden mit den Jahren in gewissen Situationen zwar etwas unsicher, sie können aber gut damit zurechtkommen. Würde man mit ihnen aber schon als Welpe den gleichen Umgang pflegen, wie es bei Leit - hunden erforderlich ist, so bräuchte man mit ihnen nicht einmal in eine Hundeschule gehen zu brauchen und sicherlich wären sie auch froh, wenn sie merken dürften, dass sie von ihren Haltern in ihrer Psyche verstanden würden. So könnte man ihnen auch allfällige Unsicherheiten im Alter, bei Feuerwerk oder Gewit - ter (etc.) ersparen , auch wenn es nur leichte oder mittlere Unsicherheiten sind. Wenn man es mit der Vermenschlichung übertreibt, so kann es auch bei Gefolgshunden zu Problemen zu Hause kommen, wie starke Trennungsängste Hund hat Stress oder kann nicht alleine zu Hause gelasen werden grössere Unsicherheiten bei Feuerwerk, Gewitter, Wind Gefolgshunde, die draussen grössere Unsicherheiten zeigen, werden auch gerne von ande - ren Hunden (zentralen Leithunden) «angegriffen», geschnappt oder gebissen. Dies kommt daher, dass (zentrale) Leithunde unsichere Hunde (instinktiv) nicht in ei - nem misslichen Zustand lassen würden, sondern sie sofort herausholen müssen. Sollte ihr Hund auf Spaziergängen des Öfteren von fremden Hunden angegriffen werden, so zeigt ihnen der angreifende Hund, dass ihr Hund eine nicht so gute Lebensqua - lität hat, wie man selbst denken würde. In solchen Fällen würde es sich lohnen, den Umgang zu Hause nur leicht zu ändern , so dass solche Vorfälle nicht immer wieder passieren müssten. Ihr Hund würde es ihnen danken indem Sie einen noch viel schöneren Bezug zu ihm bekommen dürften.

2. Der „Normale“ Leithund (VLH/NLH*)

Zu den normalen Leithunden zählen die vorderen und die hinteren Leithunde (auch Nachrang-Leithund genannt). Sie unterstützen im Rudel die Anführer (die zentralen Leithunde) und sind auch bei Rangeleien oder Kämpfen immer mit dabei. Auch wenn sie sich - im Vergleich zu den zentralen Leithunden - nicht für alles verant - wortlich fühlen müssen, übernehmen sie dochwohl Verantwortung für die Sicherheit der Gruppe und treffen Entscheidungen, wie es ein Gefolgshund nie tun würde. Sie kontrollieren im Rudel das Gros der Hunde (Gefolgshunde) und geben ihnen allein durch ihre Präsenz Sicherheit. Für sie sind Dominanztheorien wichtig , weil sie den für sie passenden Platz in der Rangordnung im Rudel - über Dominanzspiele finden dürfen - insbesondere dann, wenn es mehrere (normale) Leithunde in einem Rudel hat. Sie würden bei Rangeleien unter Gefolgshunden eingreifen, bevor es in Kämpfe aus - arten könnte. Sie würden sich aber nie mit einem zentralen Leithund anlegen, oder versuchen sich in der Rangordnung über ihn zu stellen. Die Rangordnung wird v.a. über das Beanspruchen von Ressourcen gezeigt (Spielzeug, Fut - ter, etc.). Derjenige, der Ranghöher ist, beansprucht mehr Ressourcen. Immer wenn‘s um Futter oder Kauartikel geht, kann man die Rangordnung gut sehen oder verlässlich bestim - men.

Leithunde in einer Mensch-Hundegruppe

Wie gerade beschrieben, wird die Rangordnung und somit auch die Verantwortung eines normalen Leithundes über das Beanspruchen von Ressourcen bestimmt. In einer Mensch-Hundegruppe (z.B. Familie) gehören die Menschen zu den wichtigsten Ressourcen (ähnlich wie Futter). Lässt man sich als Hundehalter von seinem Hund (zu Hause) besitzen, so wird man auf Spaziergängen nicht als Führungsperson akzeptiert werden können, weil man es zu - vor zugelassen hatte, dass sich der Hund zu Hause (durch Besitzverhalten) rangordnungs - mässig über den Halter hat stellen dürfen. So kommt es oft vor, dass nicht nur die Halter , sondern auch das Kleinkind vom Hund als Mitglied „seines Rudels“ betrachtet werden, als dass der Hund ein Mitglied der Familie sein könnte. Was Leithunde zu Hause besitzen dürfen, kontrollieren sie dann auch konsequent (siehe auch Trennungsangt / Kontrollverhalten) Hundeschulen sind immer kontraproduktiv - egal wo man hingeht Im Gegensatz zu Gefolgshunden, lassen sich Leithunde nicht durch klassische Hundetrai - nung bzw. durch Übungen erziehen oder an gewisse Situationen gewöhnen. Solange es auf dem Hundeplatz beim Training keine grossen Reize hat, so so machen sie aus der Übung ein Spiel und stellen dabei sicher, dass der Hund immer mehr Punkte auf sein Rangordnungskonto verbuchen kann, als der Halter oder der Hundetrainer. Oft hört man auch noch, dass der eigene Hund sehr intelligent sein würde - ohne zu merken, wie manipulativ er arbeitet (siehe Beispiel Übung „Sitz“ gegen Belohnung ) Sie merken rasch, wenn der Mensch die Psyche und die Funktionsweise von diesen speziel - len Hunden nicht kennt und man wird vom Hund nicht nur vorgeführt, sondern man macht ihn in seiner Rangordnung mit jedem Training nur noch stärker, solange der Hund merkt, dass der Mensch bloss „übt“. Auch wenn man Leithunde nicht erziehen kann, kann man ihnen zu verstehen geben, ob sie sich für ihre Menschen verantwortlich fühlen müssen, oder eben nicht. Dies funktioniert aber nicht durch üben, sondern durch Beanspruchung der höchsten Rang - ordnung im Mensch-Hunderudel. Wie man das selbst erreichen kann, kann man an unseren 3-tägigen Theorie-Seminaren lernen. Konsequenzen drinnen und draussen Wie zuvor im Hunderudel beschrieben, übernehmen Leithunde instinktiv Verantwortung. Wenn sie kein Hunderudel haben in der sie ihre natürlichen Aufgaben wahrnehmen können und es unter den Haltern niemanden gibt, der die Rolle des zentralen Leithundes beansprucht, so arbeiten sie sich in der Rangordnung in die (für sie zu hohe) Position des zentralen Leithundes der Familie, die einen normalen Leithund in seinen Aufgaben überfor - dern wird. Überlässt man die Kontrolle einer Gruppe einem Leithund, so muss er Probleme bekommen, wenn er die Familienmitglieder nicht mehr kontrollieren kann, wie z.B. wenn er zu Hause alleine gelassen wird. Es kann auch ein, dass er fremde Personen nicht mehr zum Kind lässt, oder sie sich über ein Kind beugen (was in seiner Kommunikation eine bedrohliche Geste ist). Auch reagieren Leithunde auf andere Hunde, die „seinem Besitz“ draussen zu nahe kommen (Leinenaggression). Es gibt noch viele Beispiele mehr, die bei der Besprechung einer vollumfänglichen Online- Wesensanalyse aufgezeigt werden können.

3. Der ZENTRALE Leithund (Zentralhund MBH*)

Alles was unter über die normalen Leithunde beschrieben wurde, trifft auch auf den Zentral - hund zu. Mit dem Unterschied, dass Sie… alles viel ernster nehmen und sich für ALLES verantwortlich fühlen und demzufolge auch auf sämtliche Reize oder Energien reagieren, die nicht ruhig und bestimmt wirken Alles was sie besitzen und kontrollieren, müssen sie dann auch verteidigen oder be - schützen. sie nehmen die Kommunikation sehr ernst und wenn der Mensch die hündische Kom - munikation nicht kennt, muss es passieren, dass der Mensch eine Warnung (sie knurren nur ganz selten) nicht erkennt und 1 Sekunde später - quasi aus dem nichts - geschnappt oder gebissen wird. würden alle anderen Hunde von schlechten Energien befreien wollen Probleme bekommen, wenn sie z.B. Mann und Frau auf dem Spaziergang voneinander entfernen (er würde versuchen das Rudel wieder zusammenzutreiben) grosses Fehlverhalten schon in frühem Alter (ab 5-6 Monaten) zeigen grosse Unsicherheiten / Ängste, bei oder vor allem, was sie nicht kennen etc. Auch zentralen Leithunden kann man zu verstehen geben, dass sie sich für ihre Menschen nicht verantwortlich fühlen müssen. Das ist zwar einiges schwieriger, als einem normalen Leithund den zentralen Leithund „vorzuspielen“. Ich kennen aber schon viele, die dies auch geschafft haben. Weil sie auf alle Energien reagieren müssen, wäre es wichtig, dass man eher in ländlicher Umgebung wohnen würde, als in einer Stadt wie Zürich oder Berlin.
Letzte Änderung: 22.11.2021 Kontakt Copyright: dog-psychology-center.ch
Der Blick und die Körperhaltung machen den Unterschied!
Die Wesens- stärke Deines Hundes
Wie wesensstark ist ihr Leithund – machen sie den Wesenstest – Ursachen und Konsequenzen von Hundeproblemen herausfinden. Wie wesensstark ist ihr Leithund – machen sie den Wesenstest – Ursachen und Konsequenzen von Hundeproblemen herausfinden. Tierpsychologie Hund -- Online-Wesens-Analyse Hund -- Lernen Sie die Ursachen für die Probleme mit Ihrem Hund kennen. Tierpsychologie Hund -- Online-Wesens-Analyse Hund -- Lernen Sie die Ursachen für die Probleme mit Ihrem Hund kennen.

Die 3 Hunde-Typen

Menschen neigen dazu, Hunde vorwiegend nach Ihrer Rasse zu beurteilen. So sei es nor - mal, dass z.B. Beagles bellen und es er - scheint der Eindruck, dass man nichts dagegen tun kann, wenn man von rassetypi - schen Verhaltensmustern ausgeht. Hundeverhalten über die Rasse abzulei - ten, ist eine gängige Praxis. Diese Theo - rien kann man zwar auf ca. 85% aller Gefolgshunde anwenden, jedoch lassen sie sich nicht auf die anderen 15%, der we - sensstarken Hunde übertragen, die es bei allen Rassen gibt. Sie haben auch die gleiche Psyche – unabhängig von Rasse oder Grösse Einer der grössten Irrtümer, der vielen Hundehaltern (sowie auch Hundetrainern) sehr oft passiert, ist, dass man denkt, so ein unsicherer Hund kann kein Leithund sein… Warum das aber sehr oft der Fall ist, kann man in diesem Beitrag erfahren. Bei Leithunden wäre der Hundetyp klar zu er - kennen, wenn man aus einer anderen Perspektive auf den Hund schauen würde , als man bisher gewohnt war. Leithunde zeigen über ihre Körperspra - che ganz klar, wenn sie sich für das Mensch- Hunderudel verantwortlich fühlen. Ich unterscheide grundsätzlich 2 Katego - rien: Gefolgshunde und wesensstarke Leithunde . “Die Einen lassen einem die Wahl tierpsychologisch arbeiten zu dürfen, die Anderen eher nicht...”

Der Hundetyp – Blick und Körper-

haltung machen den Unterschied!

Dieser Dackel zeigt, dass Leithunde auch nicht unbedingt gross müssen…

1.

Der Gefolgshund

(V2, V3, N2, N3*)

Der Grossteil aller Zuchthunde (ca. 85%) sind Gefolgshunde. Sie gehören zu den problemlosen Hunden , die sich gut für alleinstehende (ältere) Perso - nen oder auch für Familien mit Kindern eig - nen. Sie lassen sich im menschlichen Sinn problemlos erziehen, unabhängig davon, wie gut die Hundeschule ist oder was für Lerntheorien angewendet werden. * die Bezeichnungen in Klammern beziehen sich auf die Theorien über Rudelstellungen gemäss Karl Werner, welche ich nicht teile… Warum ein vermenschlichter Umgang bei Ge - folgshunden nicht die gleichen Konsequenzen hat wie bei Leithunden, kommt daher, dass die im Erbgut abgespeicherten Naturin - stinkte nicht vorgesehen haben, dass sie sich für das Überleben einer Gruppe ver - antwortlich fühlen können. Sie beschrän - ken sich auf andere Aufgaben, wie z.B. das Alarmieren des Rudels bei Gefahr (wachen). Im Hunderudel oder in Hundepensionen wür - den sie sich bei Rangeleien oder bei Kämpfen komplett raushalten. Obwohl sie sicherlich auch merken, dass der Mensch ihre Psyche nicht oder nur annä - hernd versteht, hat die Vermenschlichung bei Gefolgshunden keinen grossen Ein - fluss auf ihre Lebensqualität. Einige wer - den mit den Jahren in gewissen Situationen zwar etwas unsicher, sie können aber gut da - mit zurechtkommen. Würde man mit ihnen aber schon als Welpe den gleichen Umgang pflegen, wie es bei Leit - hunden erforderlich ist, so bräuchte man mit ihnen nicht einmal in eine Hundeschule gehen zu brauchen und sicherlich wären sie auch froh, wenn sie merken dürften, dass sie von ihren Haltern in ihrer Psyche verstanden wür - den. So könnte man ihnen auch allfällige Unsi - cherheiten im Alter, bei Feuerwerk oder Gewitter (etc.) ersparen , auch wenn es nur leichte oder mittlere Unsicherheiten sind. Wenn man es mit der Vermenschlichung übertreibt, so kann es auch bei Gefolgshun - den zu Problemen zu Hause kommen, wie starke Trennungsängste Hund hat Stress oder kann nicht alleine zu Hause gelasen werden grössere Unsicherheiten bei Feuerwerk, Gewitter, Wind Gefolgshunde, die draussen grössere Unsi - cherheiten zeigen, werden auch gerne von anderen Hunden (zentralen Leithunden) «angegriffen», geschnappt oder gebissen. Dies kommt daher, dass (zentrale) Leithunde unsichere Hunde (instinktiv) nicht in ei - nem misslichen Zustand lassen würden, sondern sie sofort herausholen müssen. Sollte ihr Hund auf Spaziergängen des Öf - teren von fremden Hunden angegriffen werden, so zeigt ihnen der angreifende Hund, dass ihr Hund eine nicht so gute Le - bensqualität hat, wie man selbst denken würde. In solchen Fällen würde es sich lohnen, den Umgang zu Hause nur leicht zu ändern , so dass solche Vorfälle nicht immer wieder passieren müssten. Ihr Hund würde es ih - nen danken indem Sie einen noch viel schöneren Bezug zu ihm bekommen dürften.

2. Der „Normale“ Leithund

(VLH/NLH*)

Zu den normalen Leithunden zählen die vor - deren und die hinteren Leithunde (auch Nachrang-Leithund genannt). Sie unterstützen im Rudel die Anführer (die zentralen Leithunde) und sind auch bei Rangeleien oder Kämpfen immer mit da - bei. Auch wenn sie sich - im Vergleich zu den zen - tralen Leithunden - nicht für alles verant - wortlich fühlen müssen, übernehmen sie dochwohl Verantwortung für die Sicher - heit der Gruppe und treffen Entscheidun - gen, wie es ein Gefolgshund nie tun würde. Sie kontrollieren im Rudel das Gros der Hunde (Gefolgshunde) und geben ihnen al - lein durch ihre Präsenz Sicherheit. Für sie sind Dominanztheorien wichtig , weil sie den für sie passenden Platz in der Rangordnung im Rudel - über Dominanzspiele finden dürfen - insbesondere dann, wenn es mehrere (normale) Leithunde in einem Rudel hat. Sie würden bei Rangeleien unter Ge - folgshunden eingreifen, bevor es in Kämpfe ausarten könnte. Sie würden sich aber nie mit einem zentralen Leithund anlegen, oder versuchen sich in der Rang - ordnung über ihn zu stellen. Die Rangordnung wird v.a. über das Bean - spruchen von Ressourcen gezeigt (Spielzeug, Futter, etc.). Derjenige, der Ranghöher ist, beansprucht mehr Ressourcen. Immer wenn‘s um Futter oder Kauartikel geht, kann man die Rangordnung gut sehen oder verlässlich be - stimmen.

Leithunde in einer Mensch-

Hundegruppe

Wie gerade beschrieben, wird die Rangord - nung und somit auch die Verantwortung eines normalen Leithundes über das Bean - spruchen von Ressourcen bestimmt. In einer Mensch-Hundegruppe (z.B. Familie) gehören die Menschen zu den wichtigs - ten Ressourcen (ähnlich wie Futter). Lässt man sich als Hundehalter von seinem Hund (zu Hause) besitzen, so wird man auf Spaziergängen nicht als Führungsperson akzeptiert werden können, weil man es zu - vor zugelassen hatte, dass sich der Hund zu Hause (durch Besitzverhalten) rangord - nungsmässig über den Halter hat stellen dürfen. So kommt es oft vor, dass nicht nur die Hal - ter , sondern auch das Kleinkind vom Hund als Mitglied „seines Rudels“ betrachtet werden, als dass der Hund ein Mitglied der Familie sein könnte. Was Leithunde zu Hause besitzen dürfen, kontrollieren sie dann auch konsequent (siehe auch Trennungsangt / Kontrollverhal- ten) Hundeschulen sind immer kontraproduktiv - egal wo man hingeht Im Gegensatz zu Gefolgshunden, lassen sich Leithunde nicht durch klassische Hundetrai - nung bzw. durch Übungen erziehen oder an gewisse Situationen gewöhnen. Solange es auf dem Hundeplatz beim Training keine grossen Reize hat, so so machen sie aus der Übung ein Spiel und stellen dabei si - cher, dass der Hund immer mehr Punkte auf sein Rangordnungskonto verbuchen kann, als der Halter oder der Hundetrainer. Oft hört man auch noch, dass der eigene Hund sehr intelligent sein würde - ohne zu merken, wie manipulativ er arbeitet (siehe Beispiel Übung „Sitz“ gegen Belohnung ) Sie merken rasch, wenn der Mensch die Psy - che und die Funktionsweise von diesen spezi - ellen Hunden nicht kennt und man wird vom Hund nicht nur vorgeführt, sondern man macht ihn in seiner Rangordnung mit jedem Training nur noch stärker, solange der Hund merkt, dass der Mensch bloss „übt“. Auch wenn man Leithunde nicht erziehen kann, kann man ihnen zu verstehen geben, ob sie sich für ihre Menschen verantwortlich fühlen müssen, oder eben nicht. Dies funktioniert aber nicht durch üben, son - dern durch Beanspruchung der höchsten Rangordnung im Mensch-Hunderudel. Wie man das selbst erreichen kann, kann man an unseren 3-tägigen Theorie-Seminaren lernen. Konsequenzen drinnen und draussen Wie zuvor im Hunderudel beschrieben, über - nehmen Leithunde instinktiv Verantwortung. Wenn sie kein Hunderudel haben in der sie ihre natürlichen Aufgaben wahrnehmen können und es unter den Haltern niemanden gibt, der die Rolle des zentralen Leithundes beansprucht, so arbeiten sie sich in der Rang - ordnung in die (für sie zu hohe) Position des zentralen Leithundes der Familie, die einen normalen Leithund in seinen Aufgaben über - fordern wird. Überlässt man die Kontrolle einer Gruppe ei - nem Leithund, so muss er Probleme bekom - men, wenn er die Familienmitglieder nicht mehr kontrollieren kann, wie z.B. wenn er zu Hause alleine gelassen wird. Es kann auch ein, dass er fremde Personen nicht mehr zum Kind lässt, oder sie sich über ein Kind beugen (was in seiner Kommunika - tion eine bedrohliche Geste ist). Auch reagieren Leithunde auf andere Hunde, die „seinem Besitz“ draussen zu nahe kom - men (Leinenaggression). Es gibt noch viele Beispiele mehr, die bei der Besprechung einer vollumfänglichen Online- Wesensanalyse aufgezeigt werden können.

3. Der ZENTRALE Leithund (Zen-

tralhund MBH*)

Alles was unter über die normalen Leithunde beschrieben wurde, trifft auch auf den Zen - tralhund zu. Mit dem Unterschied, dass Sie… alles viel ernster nehmen und sich für ALLES verantwortlich fühlen und demzufolge auch auf sämtliche Reize oder Energien reagieren, die nicht ruhig und bestimmt wirken Alles was sie besitzen und kontrollieren, müssen sie dann auch verteidigen oder beschützen. sie nehmen die Kommunikation sehr ernst und wenn der Mensch die hündi - sche Kommunikation nicht kennt, muss es passieren, dass der Mensch eine Warnung (sie knurren nur ganz selten) nicht erkennt und 1 Sekunde später - quasi aus dem nichts - geschnappt oder gebissen wird. würden alle anderen Hunde von schlechten Energien befreien wollen Probleme bekommen, wenn sie z.B. Mann und Frau auf dem Spaziergang voneinander entfernen (er würde ver - suchen das Rudel wieder zusammenzu - treiben) grosses Fehlverhalten schon in frühem Alter (ab 5-6 Monaten) zeigen grosse Unsicherheiten / Ängste, bei oder vor allem, was sie nicht kennen etc. Auch zentralen Leithunden kann man zu ver - stehen geben, dass sie sich für ihre Menschen nicht verantwortlich fühlen müssen. Das ist zwar einiges schwieriger, als einem normalen Leithund den zentralen Leithund „vorzuspie - len“. Ich kennen aber schon viele, die dies auch geschafft haben. Weil sie auf alle Energien reagieren müssen, wäre es wichtig, dass man eher in ländlicher Umgebung wohnen würde, als in einer Stadt wie Zürich oder Berlin.
Update: 22.11.2021 Kontakt Copyright dog-psychology-center.ch
zentraler Leithund klein
Der Blick und die Körperhaltung machen den Unterschied!
Hundetyp / Rudelstellung beim Hund / Charakter Hund Hundetyp / Rudelstellung beim Hund / Charakter Hund Wie wesensstark ist ihr Leithund – machen sie den Wesenstest – Ursachen und Konsequenzen von Hundeproblemen herausfinden. Wie wesensstark ist ihr Leithund – machen sie den Wesenstest – Ursachen und Konsequenzen von Hundeproblemen herausfinden. Tierpsychologie Hund -- Online-Wesens-Analyse Hund -- Lernen Sie die Ursachen für die Probleme mit Ihrem Hund kennen. Tierpsychologie Hund -- Online-Wesens-Analyse Hund -- Lernen Sie die Ursachen für die Probleme mit Ihrem Hund kennen.