„Vorprogrammierte“ Hundeprobleme eht man mit Leithunden nicht artgerecht um (Vermenschlichung), so ist es so sicher, wie das „Amen in der Kirche“, dass Hunde draussen Probleme bekommen müssen, was irgend - wann zu Beissereien führen muss (mit allmöglichen Konsequenzen für die Hundehalter, welche man sich gerne sparen würde). Es ist nur eine Frage der Zeit, bis etwas pas - sieren muss… (ab dem Erwachsenenalter nehmen Leithunde ihre Verantwortung sehr ernst). Seit kurzem habe ich die technische Möglichkeit bekommen, Hundeprobleme auszuwerten und grafisch darzustellen. Die Datenquelle stammt aus meinen Wesensanalysen von Kun - denhunden.

1. Die ersten Anzeichen von Problemen waren schon in sehr

frühem Alter erkennbar

47% zeigten Verhaltensauffälligkeiten VOR dem Erreichen des 1. Lebensjahres… Oft wurde man in Hundeschulen schon in der Welpenspielstunde oder spätestens im Jung - hundekurs vom Gruppentraining ausgeschlossen und zum Privat-Training „verknurrt“, bis man feststellen musste, dass Trainer auf klassischer Konditionierung mit dem eigenen Hund überfordert waren. Aufgrund des Alters kann der Hundetyp schon ziemlich genau abgeleitet werden: bis 6 Monate (18%) = wesensstärkste ZENTRALE Leithunde 6-12 Monate (29%) = Eeniger wesensstarke, ZENTRALE Leithunde 1-2 jährig (27%) = wesensstarke, „normale“ Leithunde (vorderer/hinterer) 2-3 jährig (11%) = weniger wesensstarke, „normale“ Leithunde Leithunde fühlen sich schon als Welpe für „ihr Rudel“ verantwortlich. Lernt man nicht, wie man ihnen den „Lead“ abnehmen kann, so sind die Probleme draussen vorprogrammiert (aus Überforderung in stressigen (Angst-Aggression) oder unbekannten Situationen (Unsicherheiten). Tipps aus Hundeschule sind i.d.R. immer KONTRAPRODUKTIV, Selbstverständlich spielt auch die Wohnsituation eine grosse Rolle . Es ist ein grosser Unterschied, ob man auf dem ruhigen Land mit wenigen Reizen - oder in einer hektischen Stadt lebt. So kann ein wesensstarker, zentraler Leithund auf dem Land auch erst ab 1-2 jährig grössere Probleme zeigen. Dabei sprechen wir von Hundeproblemen aus menschlicher Sicht. Aus hündischer Sicht haben Hunde aber oft schon viel früher Probleme - insbesondere kleine Hunde, die man bei Problemen einfach in die Tasche steckt.

2. Artgerechte Haltung von Leithunden

Das Halten von zentralen Leithunden in Städten, kann für diesen Hundetyp leider NICHT ARTGERECHT sein (Hochsensibilität)! Ein Leithund würde sich einen Garten mit Rasen UND auch einen Artgenossen wünschen . Die Realität sieht leider oft anders aus und die Probleme sind somit vorprogrammiert. Schon einige Hunde haben es geschafft, ihre Halter ins Bewusstsein zu führen, dass ein Leben auf dem ruhigen Land nicht nur für den Hund, sondern auch für die Menschen viel artgerechter wäre. Einige glaubten nie, dass sie so eine Gelegenheit finden würden - und doch hatte es geklappt! Man muss manchmal nur ganz fest daran glauben, damit es klappen kann. Fehlt einem Leithund der (passende) Artgenosse, so beginnt er Menschen zu kontrollieren, was zu den Problemen führen muss (draussen), die man aktuell haben mag. Mein langfristiges Ziel ist es, Leithundehaltern dazu verhelfen, dass sie ihrem Hund einen Zweithund bieten können, sobald man die Probleme mit dem Hund gelöst hat und als „Rudelführer“ akzeptiert wird. Ein (passender) Zweithund wäre das grösste und artge - rechteste Geschenk, das man einem Leithund machen könnte .

3. Züchter kein Garant für die passende Auswahl

Holt man sich einen Hund aus einem Tierheim oder aus einem SOS-Shelter aus dem Ausland, so kann man schon mal davon ausgehen, dass es sich (mit grösster Wahrschein - lichkeit) um Leithund handeln wird. Bei Hunden aus Tötungsstationen aus dem Ausland, handelt es sich in der Regel um die wesensstärksten (zentralen) Leithunde, denn nur die Stärksten überleben in so schlimmen Umgebungen. Deswegen sollten solche Hunde nicht in städtische Verhältnisse und v.a. nicht in Familien mit Kindern vermittelt werden, was leider immer wieder gemacht wird… Obwohl 48% aller Hundehalter sich einem professionellen Züchter anvertraut hatten, beka - men 95% unserer Kunden einen Leithund. I.d.R. bekommt man vom Züchter einen Hund 1. Hand. Bekommt man vom Züchter einen Junghund 2. Hand , so wird die Wahrscheinlichkeit gross sein, dass es sich um einen sehr wesensstarken Leithund handelt. Solche Hunde wurden oft bei der 1.-Vermittlung nicht als Leithunde erkannt und entspre - chend unpassend vermittelt (z.B. in städtische Umgebung oder zu Familie mit Kindern). Mehr dazu später. Die folgende Statistik zeigt, dass auch wenn man sich für einen Zuchthund mit Papieren entscheidet, man keine Garantie hat, keine Hundeprobleme zu bekommen . Oft wird aus dem Bauchgefühl entschieden, man begeistert sich für den Hund, der als erster zu ei - nem k ommt, „Freude“ zeigt, etc. Nebst Züchtern und Hobby-Zuchten wurden mehr als ein Drittel aller Kundenhunde 2., 3. oder gar 4. Hand ver mittelt. Bei letzteren handelt es sich oft um die schwierigsten Fälle (siehe meine Kyra). Es gilt der Grundsatz: Je jünger der (Problem-)Hund ist und je öfters er schon weitervermittelt wurde, desto stärker sein Wesen! Was bei Züchtern falsch laufen kann Wenn hochsensible Hunde nicht bereits beim Züchter als solche erkannt werden , sind spätere Hundeprobleme vorprogrammiert. Es handelt sich dabei vorwiegend um die Welpen, die von der Mutterhündin sehr oft und (aus menschlicher Sicht gesehen) unverhältnismässig stark gemassregelt werden. Die Mutterhündin interpretiert (im Gegensatz zum menschlichen Verstand) unerwünschtes Verhalten immer richtig und korrigiert respektlos-dominantes Verhalten immer, denn sonst würde sie a ) Ihre Rangordnung (und somit auch die Verantwortung) an den Welpen abgeben, sobald sie es zulassen würde, dass der kleine Welpe die Regeln im Wurf bestimmen kann. b ) es zulassen, dass der Welpe eine (für ihn aktuell zu hohe) Rangordnung einnehmen würde, die ihn im Moment noch überfordern dürfte, solange ihm die Souveränität und Sozialkompetenz dazu noch fehlt. Er befindet sich ja gerade erst am Anfang seines Lernprozesses… Sie massregelt ihn nicht, um ihn zu strafen, sondern um ihn vor Überforderungen zu schützen und um ihn auf das (Über-)leben vorzubereiten. Bei Leithunden sind menschlicher Umgang und menschliche Theorien wie „Sozialisierungs-Streicheln“ fatal . So wird Dominanzverhalten bei wesensstarken Welpen bereits beim Züchter gefördert. Sie lernen Menschen zu besitzen und zu kontrollieren. Wenn sie sich nicht für alles, was sie besitzen dann auch verantwortlich fühlen müssten, wäre dies auch nicht schlimm. Auch sind einige Tipps, die man beim Abholen eines Leithundes bekommt, immer kontraproduktiv - insbesondere diejenigen von SOS-Organisationen wie Geschirr, Hand - fütterung, dem Hund ständig Aufmerksamkeit geben, die Hand beim Schlafen in die Welpenkiste hängen lassen und vieles, was man sonst noch hören kann. Beispiel Handfütterung: Man hat in der Natur noch nie einen Hund beobachten können, dass er einen anderen „gebeten“ hatte „er möge bitte fressen“. Hunde   die   viel   Stress   ha - ben, können weder fressen noch trinken . Solche Hunde möchten verstanden werden. Durch einen „hündischen Umgang“, kann man ihnen Strukturen und Sicherheit bieten. Dann können sie auch wieder normal trinken und fressen.

4. Leithunde tricksen Hundetrainer aus - weil nicht auf das

„WIE“ geschaut wird…

92% aller Kunden waren mit ihren Hunden in mindestens einer Hun deschule… Auch wenn man sich mit einem Leithund verantwortungsbewusst an Hundeschulen wendet, ist auch hier die Enttäuschung vorprogrammiert. Leithunde gehören zu den „schlausten“ Hunden und führen das Gros der Trainer an der Nase herum. Weil Leithunde bei Übungen auf dem Hundeplatz rasch merken, dass beim Training vorwie - gend auf das WAS und nicht auf das WIE geschaut wird, so lassen sich Leithunde immer wieder für dominant-forderndes Verhalten belohnen. Wie sie das machen, kann man aus einem Beispiel von vielen erkennen. Siehe Übung „Sitz“. Dies führt dazu, dass man den Hund mit jedem Training (und auch beim Üben zu Hause) nicht nur noch stärker (dominanter) macht - man ver - liert zudem auch wichtige Zeit . Ist er mal „erwachsen“, wird es sehr schwierig, einen wesensstarken / hochsensiblen Hund wieder „umzudrehen“, gerade weil er seine hohe Rangordnung über Monate oder Jahre aufbauen konnte. Diejenigen, welche noch keine Hundeschule besucht hatten, haben den Hund i.d.R. erst gerade frisch übernommen (2. oder 3. Hand).

5. Die wichtigsten Fehler, die man bei Leithunden machen

könnte

Alle meine Kunden hatten den Tipps aus Hundeschulen vertraut. Je mehr diese aber umge - setzt wurden und je mehr „geübt“ wurde, desto grösser wurden die Probleme bei Begegnungen. 1 . Kontrollverhalten : DIE Hauptursache von Hundeproblemen Der menschliche Umgang, den man in Hundeschulen lernt, führt bei Leithu nden immer dazu, dass sie mit der Zeit starkes Kontrollverhalten aufbauen. Konsequenzen Sobald man sich zu Hause vom Hund kontrollieren lässt, kann sich dieser draussen (z.B. bei schwierigen Begegnungen) nicht mehr am Menschen orientieren. Das Kontrollverhalten ist das grösste tierpsychologische Übel für Leithunde welches draussen dazu führt, dass Hunde sehr oft überfordert sind (Unsicherheiten / Angst oder (Angst-)Aggression). Alle Leithunde zeigten Kontrollverhalten / Trennungsängste Auch wenn Hundehalter zum Zeitpunkt der Datenerfassung (Selbstdiagnose) das aktive (5%) und passive (15%) Kontrollverhalten noch nicht richtig erkennen konnten, wurde (nach der Besprechung der Analyse) allen klar, dass auch sie von ihrem Hund bisher kontrolliert wurden - ausser wenn alles schläft… Das Tragische an dieser Statistik ist, dass 22-37% aller Hunde mit Kontrollverhalten, nicht mehr alleine zu Hause gelassen werden können (>22%) und immer überall hin mitgenommen werden müssen, was das Kontrollverhalten immer schlimmer werden lässt… In Hundeschulen wird das Kontrollverhalten nicht richtig erkannt und gerne mit Trennungsangst verwechselt. Dies weil dieses Thema in den klassischen Ausbil - dungen nicht einmal angesprochen wird - weil anscheinend noch immer unbekannt… Gerade weil diese beiden Fehlverhalten gegenteilig therapiert werden sollten, führt es bei Verwechslung immer zu noch anhänglicheren Hunden (zu Hause, im sicheren Terri - torium) und zu immer unsicherer werdenden Hunden, jedes Mal, wenn sie raus müssen (draussen, im fremden Territorium). Eine Diagnose nach menschlichen Überlegungen ist für solche Hunde aus tierpsycholo - gischer Sicht FATAL! Mehr zu diesem Thema kann man in meinem ausführlichen Beitrag über aktives und passives Kontrollverhalten nachlesen. 2 . Gschtältli (Geschirr) - als Garant für bevorstehende Hundeprobleme Dieses Hilfsmittel wurde ursprünglich ZUM ZIEHEN entwickelt (Schlittenhunde). Auf - grund der grossen Vermenschlichung von Hunden, aus Ängsten, dass man mit einem Halsband einem Hund den Kehlkopf oder Halswirbel verletzen könnte oder aus Angst, dass er aus dem Halsband entweichen könnte, werden Geschirre immer mehr empfoh - len - was der grösste menschliche Trugschluss bei Leithunden ist. Benutzt man ein Halsband, so wird man heute schon fast als „Tierquäler“ betr achtet. Leithunde kommunizieren über Körpersprache und Berührungen, so wie es in ih - rer Natur (unter Hunden) üblich ist. Es geht um Raum beanspruchen und nicht um Fusslaufen. Bei Verwendung eines Geschirrs (mit Befestigung oben am Rücken), überlässt man die Führung dem Hund. Er läuft immer vor den Haltern und/oder die Leine ist immer auf Zug. Leithunde die die Nase vorne haben, fühlen sich für das was nachläuft verant - wortlich. Es genügt ihnen, die Nase 1-2 cm vor dem Knie des Halters zu haben, um bei der nächsten Begegnung wieder Entscheidungen zu treffen. Verhindert man, dass ein Leithund nicht mehr vor einem laufen darf, so beansprucht der Hund (durch permanentes Bodenabschnuppern) anstelle das ganze Territorium, in dem man als Hundeführer läuft. Schaut man auf das „Wie“ der Hund den Boden ab - schnuppert, so kann man rasch darauf kommen, dass es nicht das „Zeitungslesen“ sein kann, was oft als Erklärung aus Hundeschulen kommt, wenn man nachfragt. Bei Problembegegnungen hat man dann wegen dem Geschirr fast keinen Einfluss mehr auf den Hund . Man kann ihn entweder hochheben, oder auf den Boden drü - cken, was nicht zielführend sein kann. Bei uns kann man lernen, wie man den Hund über Körpersprache führen kann, ohne ständig an der Leine zupfen zu müssen. So kann der Hund die Verantwortung wieder abgeben. 3 . Auszugsleine (Flexileine) Diese mag zwar für Halter praktisch wirken, führt aber auch dazu, dass der Hund im - mer vor uns und immer auf Zug läuft - mit den soeben beschriebenen Nebenwirkun - gen. Wenn man also alles so falsch wie möglich machen möchte, so benutzt man Geschirr zusammen mit Auszugsleine… Bei grossen, schweren Hunden ist der Einsatz von Auszugsleinen sehr gefähr - lich! Es haben sich schon einige Kunden schwer an der Hand verletzt. Mit viel Pech kann man sich sogar Finger abtrennen… 4 . Hohe Stimme, sich „interessant“ machen, Konditionierung jeglicher Art. Leithunde lassen sich grundsätzlich NICHT konditionieren. Deswegen sind menschlichen Theorien i.d.R. kontraproduktiv und funktionieren auch nur auf dem Hundeplatz. K ein Leithund interessiert sich bei einer schwierigen Begegnung für ein Leckerli oder hört auf hohe Stimmen. Was Hunde aus menschlichen Übungen machen, kann man bei der Clickerarbeit sehr gut erkennen, wenn man die Übung mal aus einer anderen Perspektive betrachtet. Bei der klassischen Konditionierung lässt sich ein Leithund stets für respektloses, dominant-forderndes Verhalten belohnen. Als bestes Beispiel dient der Einsatz von „Clicker“. Beispiel Futterkonditionierung (Sitz, Platz, warten) Wie manipulativ Leithunde arbeiten, kann man bei Futterkonditionierung erkennen. Wir verweisen auf den Beitrag Sitz    gegen    Belohnung in meinem Beitrag „Hündische Missverständnisse“. Beispiel Clicker-Training Leithunde lassen sich nicht für dumm verkaufen, da sie unsere Absichten (Gedanken) lesen können. In der Theorie möchte man dem Hund lernen, dass er belohnt wird, wenn er nach einem Click, seinen Halter anschaut. Leider achtet sich aber niemand, WIE ein Hund seinen Halter anschaut. Hunde können ihre Halter entweder respektvoll (fragend) oder dominant-fordernd (respektlos) anschauen. Sind Augen dominant-fordernd, so kann man das an den schwarzen Pupillen sehen. Die Anspannungen im fordernden Blick lassen keinen Platz für weisse Augenringe um die Pupillen, die man bei einem respektvollen, sich am Halter orientierenden Blick sehen könnte. Sie dürfen gerne all ihre Fotos überprüfen - ein Leithund kann „seinem grossen Welpen“ nie einen fragenden Blick schenken, wenn dieser etwas von ihm will, bzw. bestimmen möchte. Sie werden auf keinem Foto weisse Augenringe sehen dürfen und dies schon ab Junghundealter. Was ein Leithund aus Clicker-Training macht: Wie bei allen menschlichen Techniken, dreht ein Leithund den Spiess bei der Übung einfach um. Da Leithunde unsere Absichten (Energien / Gedanken) im Jetzt lesen können, verstehen sie rasch, was der Halter will. Bei Leithunden genügt es 2-3 Versuche und schon macht der Hund diese Übung prima - gerade weil er dabei jedes mal wieder Punkte auf sein Konto verbuchen darf. Clicker ist das Lieblingsspiel eines jeden Leithundes! Er weiss, dass sobald es clickt, er jedes Mal belohnt wird - er braucht seinen Halter (grossen Welpen) bloss anzuschauen und schon reagiert dieser, ohne darauf zu schauen, WIE der Hund seinen Halter anschaut. Man belohnt so also mit jedem Click i.d.R. immer einen dominant-fordernden Blick und ist schlussendlich erstaunt, dass der Hund (ausserhalb des Hundeplatzes) immer dominanter wird. Der Hund gibt „seinem grossen Welpen“ quasi den Befehl: Es hat geclickt, gib mir ein Leckerli - und dieser führt den Befehl des Hundes auch immer sofort und schön brav aus… So macht man seinen Hund mit jeder Übung immer ranghöher! Macht mal folgenden Test: Clickt und gebt dem Hund einfach mal nichts und schaut mal, wie er dann reagiert… Ein Leithund müsste Sie anstupsen, anbellen oder gar anspringen (Massregelung / Aufforderung zum „Welpengehorsam“) 5 . Beschäftigung Egal welche Beschäftigung man mit einem Leithund macht, sollte man darauf achten, dass der Mensch und nicht der Hund das „Spiel“ oder die Übung kontrolliert. Bei über 95% aller Beschäftigungsarten ist jedoch der Hund immer im bestimmenden Modus. Folgt man Aufforderungen von Leithunden, so bestätigt man dominantes Ver - halten, was dazu führt, dass der Hund nicht nur immer ausdauernder, sondern auch immer dominanter wird, je mehr man den Hund beschäftigt. Bei uns kann man lernen, wie man seinem Hund eine der artgerechtesten Be - schäftigungen bieten kann, bei welcher dafür gesorgt wird, dass nicht für Aufregung, sondern für ruhiges Verhalten belohnt wird. 6 . Fütterung aus dem Napf Auch hier lernt man nicht, dass es wichtig wäre, dass der Hund entspannt ist und sei - nem Halter einen respektvollen, fragenden Blick schenken sollte, bevor er mit (viel) Futter belohnt wird. So wird das Fressen i.d.R. immer freigegeben, obwohl der Hund angespannte, fordernde und dominante Energie zeigt. Deswegen fressen Leithunde mit der Zeit auch immer gieriger… Ändert der Mensch seinen Umgang mit dem Hund, so kann auch der Hund sein Verhalten sehr rasch ändern! Es ist relativ einfach zu sagen, was falsch ist - viel schwieriger ist es aufzeigen zu können, wie man es richtiger oder besser macht. Dies lässt aber keinen Platz für menschliche An - sichten zu, sondern man muss lernen, wie Leithunde funktionieren und akzeptieren können, dass diese einen ganz anderen Ansatz im Umgang erwarten, als 85% aller Hunde (Gefolgshunde). Dank der Online-Wesensanalyse werden meine Kunden in einen Prozess geschickt, in welchen sie zum 1. Mal lernen dürfen, auf die wichtigen - sich stets wiederholenden - Verhaltensmuster zu achten - zu verstehen was sie be - deuten und wie man sie unterbinden kann. Setzen Kunden meine Tipps geduldig und konsequent um, so dürfen diese schon innerhalb wenigen Tagen / Wochen be - reits grosse Fortschritte verzeichnen. Wie rasch Leithundehalter (nach dem Prozess einer Wesensanalyse) Fortschritte haben machen dürfen, kann aus meinem ausführlichen Kundenfeedback ent - nehmen .
Letzte Änderung: 22.11.2021 Kontakt Copyright: dog-psychology-center.ch
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Update: 22.11.2021 Kontakt Copyright dog-psychology-center.ch
„Vorprogrammierte“ Hun - deprobleme eht man mit Leithunden nicht artgerecht um (Vermenschlichung), so ist es so sicher, wie das „Amen in der Kirche“, dass Hunde draus - sen Probleme bekommen müssen, was ir - gendwann zu Beissereien führen muss (mit allmöglichen Konsequenzen für die Hundehal - ter, welche man sich gerne sparen würde). Es ist nur eine Frage der Zeit, bis etwas pas - sieren muss… (ab dem Erwachsenenalter nehmen Leithunde ihre Verantwortung sehr ernst). Seit kurzem habe ich die technische Möglich - keit bekommen, Hundeprobleme auszuwerten und grafisch darzustellen. Die Datenquelle stammt aus meinen Wesensanalysen von Kun - denhunden.

1. Die ersten Anzeichen von Pro-

blemen waren schon in sehr frü-

hem Alter erkennbar

47% zeigten Verhaltensauffälligkeiten VOR dem Erreichen des 1. Lebensjahres… Oft wurde man in Hundeschulen schon in der Welpenspielstunde oder spätestens im Jung - hundekurs vom Gruppentraining ausgeschlos - sen und zum Privat-Training „verknurrt“, bis man feststellen musste, dass Trainer auf klas - sischer Konditionierung mit dem eigenen Hund überfordert waren. Aufgrund des Alters kann der Hundetyp schon ziemlich genau abgeleitet werden: bis 6 Monate (18%) = wesensstärkste ZENTRALE Leithunde 6-12 Monate (29%) = Eeniger wesens - starke, ZENTRALE Leithunde 1-2 jährig (27%) = wesensstarke, „nor - male“ Leithunde (vorderer/hinterer) 2-3 jährig (11%) = weniger wesens - starke, „normale“ Leithunde Leithunde fühlen sich schon als Welpe für „ihr Rudel“ verantwortlich. Lernt man nicht, wie man ihnen den „Lead“ abnehmen kann, so sind die Probleme draussen vorprogrammiert (aus Überforderung in stressigen (Angst- Aggression) oder unbekannten Situationen (Unsicherheiten). Tipps aus Hundeschule sind i.d.R. immer KONTRAPRODUKTIV, Selbstverständlich spielt auch die Wohnsitu - ation eine grosse Rolle . Es ist ein grosser Unterschied, ob man auf dem ruhigen Land mit wenigen Reizen - oder in einer hektischen Stadt lebt. So kann ein wesensstarker, zentra - ler Leithund auf dem Land auch erst ab 1-2 jährig grössere Probleme zeigen. Dabei sprechen wir von Hundeproblemen aus menschlicher Sicht. Aus hündischer Sicht haben Hunde aber oft schon viel früher Probleme - insbesondere kleine Hunde, die man bei Problemen einfach in die Tasche steckt.

2. Artgerechte Haltung von Leit-

hunden

Das Halten von zentralen Leithunden in Städ - ten, kann für diesen Hundetyp leider NICHT ARTGERECHT sein (Hochsensibilität)! Ein Leithund würde sich einen Garten mit Rasen UND auch einen Artgenossen wünschen . Die Realität sieht leider oft anders aus und die Probleme sind somit vorprogrammiert. Schon einige Hunde haben es geschafft, ihre Halter ins Bewusstsein zu führen, dass ein Leben auf dem ruhigen Land nicht nur für den Hund, sondern auch für die Menschen viel artgerechter wäre. Einige glaubten nie, dass sie so eine Gelegenheit finden würden - und doch hatte es geklappt! Man muss manchmal nur ganz fest daran glauben, damit es klappen kann. Fehlt einem Leithund der (passende) Artge - nosse, so beginnt er Menschen zu kontrollie - ren, was zu den Problemen führen muss (draussen), die man aktuell haben mag. Mein langfristiges Ziel ist es, Leithundehaltern dazu verhelfen, dass sie ihrem Hund einen Zweithund bieten können, sobald man die Probleme mit dem Hund gelöst hat und als „Rudelführer“ akzeptiert wird. Ein (passender) Zweithund wäre das grösste und artge - rechteste Geschenk, das man einem Leithund machen könnte .

3. Züchter kein Garant für die

passende Auswahl

Holt man sich einen Hund aus einem Tier - heim oder aus einem SOS-Shelter aus dem Ausland, so kann man schon mal davon aus - gehen, dass es sich (mit grösster Wahrschein - lichkeit) um Leithund handeln wird. Bei Hunden aus Tötungsstationen aus dem Aus - land, handelt es sich in der Regel um die wesensstärksten (zentralen) Leithunde, denn nur die Stärksten überleben in so schlim - men Umgebungen. Deswegen sollten solche Hunde nicht in städ - tische Verhältnisse und v.a. nicht in Familien mit Kindern vermittelt werden, was leider im - mer wieder gemacht wird… Obwohl 48% aller Hundehalter sich einem professionellen Züchter anvertraut hatten, be - kamen 95% unserer Kunden einen Leithund. I.d.R. bekommt man vom Züchter einen Hund 1. Hand. Bekommt man vom Züchter einen Jung - hund 2. Hand , so wird die Wahrscheinlichkeit gross sein, dass es sich um einen sehr we - sensstarken Leithund handelt. Solche Hunde wurden oft bei der 1.-Vermitt - lung nicht als Leithunde erkannt und entspre - chend unpassend vermittelt (z.B. in städtische Umgebung oder zu Familie mit Kin - dern). Mehr dazu später. Die folgende Statistik zeigt, dass auch wenn man sich für einen Zuchthund mit Papieren entscheidet, man keine Garantie hat, keine Hundeprobleme zu bekommen . Oft wird aus dem Bauchgefühl entschieden, man be - geistert sich für den Hund, der als erster zu einem k ommt, „Freude“ zeigt, etc. Nebst Züchtern und Hobby-Zuchten wurden mehr als ein Drittel aller Kundenhunde 2., 3. oder gar 4. Hand ver mittelt. Bei letzteren handelt es sich oft um die schwierigsten Fälle (siehe meine Kyra). Es gilt der Grundsatz: Je jünger der (Problem-)Hund ist und je öfters er schon weitervermittelt wurde, desto stärker sein Wesen! Was bei Züchtern falsch laufen kann Wenn hochsensible Hunde nicht bereits beim Züchter als solche erkannt werden , sind spätere Hundeprobleme vorprogram - miert. Es handelt sich dabei vorwiegend um die Welpen, die von der Mutterhündin sehr oft und (aus menschlicher Sicht gesehen) unver - hältnismässig stark gemassregelt werden. Die Mutterhündin interpretiert (im Gegensatz zum menschlichen Verstand) unerwünschtes Verhalten immer richtig und korrigiert re - spektlos-dominantes Verhalten immer, denn sonst würde sie a ) Ihre Rangordnung (und somit auch die Verantwortung) an den Welpen abgeben, sobald sie es zulassen würde, dass der kleine Welpe die Regeln im Wurf bestim - men kann. b ) es zulassen, dass der Welpe eine (für ihn aktuell zu hohe) Rangordnung einnehmen würde, die ihn im Moment noch überfor - dern dürfte, solange ihm die Souveränität und Sozialkompetenz dazu noch fehlt. Er befindet sich ja gerade erst am Anfang seines Lernprozesses… Sie massregelt ihn nicht, um ihn zu stra - fen, sondern um ihn vor Überforderungen zu schützen und um ihn auf das (Über-)leben vorzubereiten. Bei Leithunden sind menschlicher Umgang und menschliche Theorien wie „Sozialisierungs-Streicheln“ fatal . So wird Dominanzverhalten bei wesensstarken Welpen bereits beim Züchter gefördert. Sie lernen Menschen zu besitzen und zu kontrollieren. Wenn sie sich nicht für alles, was sie besitzen dann auch verantwortlich fühlen müssten, wäre dies auch nicht schlimm. Auch sind einige Tipps, die man beim Ab - holen eines Leithundes bekommt, immer kontraproduktiv - insbesondere diejenigen von SOS-Organisationen wie Geschirr, Hand - fütterung, dem Hund ständig Aufmerksamkeit geben, die Hand beim Schlafen in die Welpen - kiste hängen lassen und vieles, was man sonst noch hören kann. Beispiel Handfütterung: Man hat in der Na - tur noch nie einen Hund beobachten können, dass er einen anderen „gebeten“ hatte „er möge bitte fressen“. Hunde   die   viel   Stress haben, können weder fressen noch trinken . Solche Hunde möchten verstanden werden. Durch einen „hündischen Umgang“, kann man ihnen Strukturen und Sicherheit bieten. Dann können sie auch wieder normal trinken und fressen.

4. Leithunde tricksen Hundetrai-

ner aus - weil nicht auf das „WIE“

geschaut wird…

92% aller Kunden waren mit ihren Hunden in mindestens einer Hun deschule… Auch wenn man sich mit einem Leithund ver - antwortungsbewusst an Hundeschulen wen - det, ist auch hier die Enttäuschung vorpro - grammiert. Leithunde gehören zu den „schlausten“ Hunden und führen das Gros der Trainer an der Nase herum. Weil Leithunde bei Übungen auf dem Hunde - platz rasch merken, dass beim Training vor - wiegend auf das WAS und nicht auf das WIE geschaut wird, so lassen sich Leithunde immer wieder für     dominant-forderndes Verhalten belohnen. Wie sie das machen, kann man aus einem Beispiel von vielen erkennen. Siehe Übung „Sitz“. Dies führt dazu, dass man den Hund mit je - dem Training (und auch beim Üben zu Hause) nicht nur noch stärker (dominan - ter) macht - man verliert zudem auch wichtige Zeit . Ist er mal „erwachsen“, wird es sehr schwierig, einen wesensstarken / hochsensiblen Hund wieder „umzudrehen“, gerade weil er seine hohe Rangordnung über Monate oder Jahre aufbauen konnte. Diejenigen, welche noch keine Hundeschule besucht hatten, haben den Hund i.d.R. erst gerade frisch übernommen (2. oder 3. Hand).

5. Die wichtigsten Fehler, die man

bei Leithunden machen könnte

Alle meine Kunden hatten den Tipps aus Hun - deschulen vertraut. Je mehr diese aber umge - setzt wurden und je mehr „geübt“ wurde, desto grösser wurden die Probleme bei Be - gegnungen. 1 . Kontrollverhalten : DIE Hauptursa - che von Hundeproblemen Der menschliche Umgang, den man in Hundeschulen lernt, führt bei Leithu nden immer dazu, dass sie mit der Zeit starkes Kontrollverhal - ten aufbauen. Konsequenzen Sobald man sich zu Hause vom Hund kontrol - lieren lässt, kann sich die - ser draussen (z.B. bei schwieri - gen Begegnungen) nicht mehr am Menschen orientieren. Das Kontrollverhal - ten ist das grösste tierpsychologische Übel für Leithunde welches draussen dazu führt, dass Hunde sehr oft überfordert sind (Unsicherheiten / Angst oder (Angst- )Aggression). Alle Leithunde zeigten Kontrollverhal - ten / Trennungsängste Auch wenn Hundehalter zum Zeitpunkt der Datenerfassung (Selbstdiagnose) das ak - tive (5%) und passive (15%) Kontrollver - halten noch nicht richtig erkennen konnten, wurde (nach der Besprechung der Analyse) allen klar, dass auch sie von ihrem Hund bisher kontrolliert wurden - ausser wenn alles schläft… Das Tragische an dieser Statistik ist, dass 22-37% aller Hunde mit Kontrollverhalten, nicht mehr alleine zu Hause gelassen wer - den können (>22%) und immer überall hin mitgenommen werden müssen, was das Kontrollverhalten immer schlimmer werden lässt… In Hundeschulen wird das Kontroll - verhalten nicht richtig erkannt und gerne mit Trennungsangst verwech - selt. Dies weil dieses Thema in den klassi - schen Ausbildungen nicht einmal angesprochen wird - weil anscheinend noch immer unbekannt… Gerade weil diese beiden Fehlverhalten gegenteilig therapiert werden sollten, führt es bei Verwechslung immer zu noch an - hänglicheren Hunden (zu Hause, im siche - ren Territorium) und zu immer unsicherer werdenden Hunden, jedes Mal, wenn sie raus müssen (draussen, im fremden Terri - torium). Eine Diagnose nach menschlichen Überle - gungen ist für solche Hunde aus tierpsy - chologischer Sicht FATAL! Mehr zu diesem Thema kann man in mei - nem ausführlichen Beitrag über aktives und passives Kontrollverhalten nachlesen. 2 . Gschtältli (Geschirr) - als Garant für bevorstehende Hundepro - bleme Dieses Hilfsmittel wurde ursprünglich ZUM ZIEHEN entwickelt (Schlittenhunde). Auf - grund der grossen Vermenschlichung von Hunden, aus Ängsten, dass man mit ei - nem Halsband einem Hund den Kehlkopf oder Halswirbel verletzen könnte oder aus Angst, dass er aus dem Halsband entwei - chen könnte, werden Geschirre immer mehr empfohlen - was der grösste menschliche Trugschluss bei Leithunden ist. Benutzt man ein Halsband, so wird man heute schon fast als „Tierquäler“ be - tr achtet. Leithunde kommunizieren über Kör - persprache und Berührungen, so wie es in ihrer Natur (unter Hunden) üblich ist. Es geht um Raum beanspruchen und nicht um Fusslaufen. Bei Verwendung eines Geschirrs (mit Be - festigung oben am Rücken), überlässt man die Führung dem Hund. Er läuft im - mer vor den Haltern und/oder die Leine ist immer auf Zug. Leithunde die die Nase vorne haben, fühlen sich für das was nachläuft ver - antwortlich. Es genügt ihnen, die Nase 1-2 cm vor dem Knie des Halters zu ha - ben, um bei der nächsten Begegnung wieder Entscheidungen zu treffen. Verhindert man, dass ein Leithund nicht mehr vor einem laufen darf, so bean - sprucht der Hund (durch permanentes Bodenabschnuppern) anstelle das ganze Territorium, in dem man als Hundeführer läuft. Schaut man auf das „Wie“ der Hund den Boden abschnuppert, so kann man rasch darauf kommen, dass es nicht das „Zeitungslesen“ sein kann, was oft als Er - klärung aus Hundeschulen kommt, wenn man nachfragt. Bei Problembegegnungen hat man dann wegen dem Geschirr fast keinen Einfluss mehr auf den Hund . Man kann ihn entweder hochheben, oder auf den Bo - den drücken, was nicht zielführend sein kann. Bei uns kann man lernen, wie man den Hund über Körpersprache führen kann, ohne ständig an der Leine zupfen zu müs - sen. So kann der Hund die Verantwortung wieder abgeben. 3 . Auszugsleine (Flexileine) Diese mag zwar für Halter praktisch wir - ken, führt aber auch dazu, dass der Hund immer vor uns und immer auf Zug läuft - mit den soeben beschriebenen Ne - benwirkungen. Wenn man also alles so falsch wie möglich machen möchte, so benutzt man Geschirr zusammen mit Auszugsleine… Bei grossen, schweren Hunden ist der Einsatz von Auszugsleinen sehr ge - fährlich! Es haben sich schon einige Kunden schwer an der Hand verletzt. Mit viel Pech kann man sich sogar Finger ab - trennen… 4 . Hohe Stimme, sich „interessant“ machen, Konditionierung jeglicher Art. Leithunde lassen sich grundsätzlich NICHT konditionieren. Deswegen sind menschlichen Theorien i.d.R. kontraproduktiv und funktionieren auch nur auf dem Hundeplatz. K ein Leithund interessiert sich bei einer schwierigen Begegnung für ein Leckerli oder hört auf hohe Stimmen. Was Hunde aus menschlichen Übungen machen, kann man bei der Clickerarbeit sehr gut erkennen, wenn man die Übung mal aus einer anderen Perspektive betrachtet. Bei der klassischen Konditionierung lässt sich ein Leithund stets für respektloses, dominant- forderndes Verhalten belohnen. Als bestes Beispiel dient der Einsatz von „Clicker“. Beispiel Futterkonditionierung (Sitz, Platz, warten) Wie manipulativ Leithunde arbeiten, kann man bei Futterkonditionierung erkennen. Wir verweisen auf den Beitrag Sitz gegen    Belohnung in meinem Beitrag „Hündische Missverständnisse“. Beispiel Clicker-Training Leithunde lassen sich nicht für dumm verkaufen, da sie unsere Absichten (Gedanken) lesen können. In der Theorie möchte man dem Hund lernen, dass er belohnt wird, wenn er nach einem Click, seinen Halter anschaut. Leider achtet sich aber niemand, WIE ein Hund seinen Halter anschaut. Hunde können ihre Halter entweder respektvoll (fragend) oder dominant-fordernd (respektlos) anschauen. Sind Augen dominant-fordernd, so kann man das an den schwarzen Pupillen sehen. Die Anspannungen im fordernden Blick lassen keinen Platz für weisse Augenringe um die Pupillen, die man bei einem respektvollen, sich am Halter orientierenden Blick sehen könnte. Sie dürfen gerne all ihre Fotos überprüfen - ein Leithund kann „seinem grossen Welpen“ nie einen fragenden Blick schenken, wenn dieser etwas von ihm will, bzw. bestimmen möchte. Sie werden auf keinem Foto weisse Augenringe sehen dürfen und dies schon ab Junghundealter. Was ein Leithund aus Clicker-Training macht: Wie bei allen menschlichen Techniken, dreht ein Leithund den Spiess bei der Übung einfach um. Da Leithunde unsere Absichten (Energien / Gedanken) im Jetzt lesen können, verstehen sie rasch, was der Halter will. Bei Leithunden genügt es 2-3 Versuche und schon macht der Hund diese Übung prima - gerade weil er dabei jedes mal wieder Punkte auf sein Konto verbuchen darf. Clicker ist das Lieblingsspiel eines jeden Leithundes! Er weiss, dass sobald es clickt, er jedes Mal belohnt wird - er braucht seinen Halter (grossen Welpen) bloss anzuschauen und schon reagiert dieser, ohne darauf zu schauen, WIE der Hund seinen Halter anschaut. Man belohnt so also mit jedem Click i.d.R. immer einen dominant-fordernden Blick und ist schlussendlich erstaunt, dass der Hund (ausserhalb des Hundeplatzes) immer dominanter wird. Der Hund gibt „seinem grossen Welpen“ quasi den Befehl: Es hat geclickt, gib mir ein Leckerli - und dieser führt den Befehl des Hundes auch immer sofort und schön brav aus… So macht man seinen Hund mit jeder Übung immer ranghöher! Macht mal folgenden Test: Clickt und gebt dem Hund einfach mal nichts und schaut mal, wie er dann reagiert… Ein Leithund müsste Sie anstupsen, anbellen oder gar anspringen (Massregelung / Aufforderung zum „Welpengehorsam“) 5 . Beschäftigung Egal welche Beschäftigung man mit einem Leithund macht, sollte man darauf achten, dass der Mensch und nicht der Hund das „Spiel“ oder die Übung kontrolliert. Bei über 95% aller Beschäftigungsarten ist jedoch der Hund immer im bestimmenden Modus. Folgt man Aufforderungen von Leithunden, so bestätigt man dominantes Verhalten, was dazu führt, dass der Hund nicht nur immer ausdauernder, sondern auch immer dominanter wird, je mehr man den Hund beschäftigt. Bei uns kann man lernen, wie man sei - nem Hund eine der artgerechtesten Beschäftigungen bieten kann, bei wel - cher dafür gesorgt wird, dass nicht für Aufregung, sondern für ruhiges Verhalten belohnt wird. 6 . Fütterung aus dem Napf Auch hier lernt man nicht, dass es wichtig wäre, dass der Hund entspannt ist und seinem Halter einen respektvollen, fragen - den Blick schenken sollte, bevor er mit (viel) Futter belohnt wird. So wird das Fressen i.d.R. immer freigegeben, obwohl der Hund angespannte, fordernde und do - minante Energie zeigt. Deswegen fressen Leithunde mit der Zeit auch immer gieri - ger… Ändert der Mensch seinen Umgang mit dem Hund, so kann auch der Hund sein Verhalten sehr rasch än - dern! Es ist relativ einfach zu sagen, was falsch ist - viel schwieriger ist es aufzeigen zu können, wie man es richtiger oder besser macht. Dies lässt aber keinen Platz für menschliche An - sichten zu, sondern man muss lernen, wie Leithunde funktionieren und akzeptieren kön - nen, dass diese einen ganz anderen Ansatz im Umgang erwarten, als 85% aller Hunde (Ge - folgshunde). Dank der Online-Wesensanalyse werden meine Kunden in einen Prozess geschickt, in welchen sie zum 1. Mal lernen dürfen, auf die wichtigen - sich stets wiederholenden - Ver - haltensmuster zu achten - zu verstehen was sie bedeuten und wie man sie unterbinden kann. Setzen Kunden meine Tipps geduldig und kon - sequent um, so dürfen diese schon innerhalb wenigen Tagen / Wochen bereits grosse Fort - schritte verzeichnen. Wie rasch Leithundehalter (nach dem Prozess einer Wesensanalyse) Fortschritte haben machen dürfen, kann aus mei - nem ausführlichen Kundenfeedback entnehmen .
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